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TALS Physik · Lerngebiet 4 Mechanik · Hydrostatik

Teste dich selbst

📘 Anleitung

12 Aufgaben mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad. Bearbeite alle Aufgaben in einem Zug, ohne in die Lösungen zu schauen — diese stehen am Ende. Hilfsmittel: Formelsammlung, Taschenrechner. Zeitvorgabe: ca. 50 Minuten. Konstanten: \( g = 9.81\;\text{m/s}^2 \), \( \rho_W = 1000\;\text{kg/m}^3 \), \( p_0 = 1013\;\text{hPa} \).

Begriffe & Einheiten
△ 1Definitionen vervollständigen

Vervollständige:

Der Druck ist Kraft pro : \( p = \) . Einheit: .
Der Schweredruck in einer Flüssigkeit der Tiefe \(h\) ist \( p_S = \) .
Die Auftriebskraft beträgt \( F_A = \) , gerichtet nach .
△ 2Druck-Einheiten umrechnen

Rechne um:

(a) \( 2.5\;\text{bar} \) in Pa   (b) \( 850\;\text{hPa} \) in bar
(c) \( 5500\;\text{Pa} \) in mbar   (d) \( 0.04\;\text{MPa} \) in hPa

△ 3Verständnisfrage

Zwei Gefässe — eine schmale Röhre und ein weiter Becher — sind gleich hoch mit Wasser gefüllt. Welche Aussagen treffen zu?

(a) Bodendruck ist gleich.   (b) Wassergewicht ist gleich.   (c) Bodenkraft ist gleich.

Schweredruck
△ 4Tauchen im See

Welcher Schweredruck wirkt auf einen Taucher in \( 25\;\text{m} \) Tiefe in einem Süsswassersee? Wie gross ist der Gesamtdruck?

△ 5Quecksilber-Barometer

Wie hoch steht die Quecksilbersäule in einem Torricelli-Barometer bei Normaldruck \( p_0 = 1013\;\text{hPa} \)? (\( \rho_{\text{Hg}} = 13\,600\;\text{kg/m}^3 \))

△ 6Aquarium

Ein Aquarium ist \( 1.0\;\text{m} \) lang, \( 0.50\;\text{m} \) breit und \( 0.80\;\text{m} \) tief gefüllt.
(a) Druck am Boden?   (b) Kraft auf den Boden?   (c) Wassermasse?

Pascal-Prinzip
△ 7Hydraulische Presse

Eine Presse hat \( A_1 = 4\;\text{cm}^2 \), \( A_2 = 200\;\text{cm}^2 \). Mit \( F_1 = 80\;\text{N} \) wird gedrückt.
(a) Welche Kraft \(F_2\) entsteht am grossen Kolben?   (b) Wie weit hebt sich der grosse Kolben, wenn der kleine \( 30\;\text{cm} \) gedrückt wird?

Auftrieb & Schwimmen
△ 8Eisenkugel im Wasser

Eine Eisenkugel der Masse \( 1.0\;\text{kg} \) wird in Wasser getaucht (\( \rho_{\text{Eisen}} = 7870\;\text{kg/m}^3 \)).
(a) Welches Volumen hat die Kugel?   (b) Welche Auftriebskraft wirkt?   (c) Welche scheinbare Gewichts­kraft hat die Kugel im Wasser?

△ 9Holzwürfel im Wasser

Ein Eichenwürfel (\( \rho = 700\;\text{kg/m}^3 \)) mit Kantenlänge \( 10\;\text{cm} \) schwimmt im Wasser.
(a) Wieviel Prozent des Würfels sind eingetaucht?   (b) Wie tief ragt der Würfel ins Wasser?

△ 10Eisberg im Süsswassersee

Ein Eisbrocken (\( \rho_{\text{Eis}} = 917\;\text{kg/m}^3 \)) wird in einen Süsswassersee gelegt. Welcher Anteil ragt aus dem Wasser?

△ 11U-Rohr mit Öl

In den linken Schenkel eines U-Rohrs (mit Wasser gefüllt) werden \( 8\;\text{cm} \) Öl (\( \rho_{\ddot{\text{O}}\text{l}} = 800\;\text{kg/m}^3 \)) gegossen. Welcher Höhenunterschied der Flüssigkeitsspiegel ergibt sich?

△ 12Frachtschiff-Tiefgang

Ein Frachtschiff hat die Gesamtmasse \( 10\,000\;\text{t} \) (\( = 10^7\;\text{kg} \)) inklusive Ladung. Der durchschnittliche Querschnitt unter Wasser beträgt \( 2500\;\text{m}^2 \). Wie tief taucht das Schiff ein? Nehme die Wasserlinie als horizontal an, das Schiff schwimmt in Süsswasser.

★ Knacknuss (freiwillig)
△ 13U-Boot in Schwebe-Bedingung

Ein Tauchboot hat ein konstantes Aussenvolumen \( V = 14\;\text{m}^3 \), eine Leermasse von \( m_\text{leer} = 12\;\text{t} \) und Ballasttanks mit zusammen \( V_\text{tank} = 4\;\text{m}^3 \) Innenvolumen. Es soll im Süsswasser schweben (\( F_A = F_G \)).
(a) Welche Wassermasse muss in die Tanks geflutet werden?
(b) Welchen Prozentanteil des Tank-Innenvolumens entspricht das?
(c) Welche mittlere Dichte hat das Tauchboot dann insgesamt? Vergleiche mit \( \rho_W \).

Lösungen

✓ Lösung 1

\( p = F/\text{Fläche} \), Einheit Pa (Pascal). \( p_S = \rho \cdot g \cdot h \). \( F_A = \rho_{\text{Fl}} \cdot V_e \cdot g \), gerichtet nach oben.

✓ Lösung 2

(a) \( 2.5\;\text{bar} = 250\,000\;\text{Pa} \)   (b) \( 850\;\text{hPa} = 0.850\;\text{bar} \)

(c) \( 5500\;\text{Pa} = 55\;\text{mbar} \)   (d) \( 0.04\;\text{MPa} = 40\,000\;\text{Pa} = 400\;\text{hPa} \)

✓ Lösung 3

(a) ✓ Der Bodendruck hängt nur von der Füllhöhe ab (hydrostatisches Paradoxon).
(b) ✗ Im weiten Becher steht mehr Wasser → grösseres Gewicht.
(c) ✗ Bodenfläche ist verschieden, also auch \(F = p \cdot A\). Im weiten Becher grössere Bodenkraft.

✓ Lösung 4
\[ p_S = 1000 \cdot 9.81 \cdot 25 \approx 245\,250\;\text{Pa} \approx 2.45\;\text{bar} \]

Gesamtdruck: \( p = p_0 + p_S \approx 1.013 + 2.45 \approx 3.47\;\text{bar} \).

✓ Lösung 5

Aus \( p_0 = \rho_{\text{Hg}} \cdot g \cdot h \):

\[ h = \frac{p_0}{\rho_{\text{Hg}} \cdot g} = \frac{101\,325}{13\,600 \cdot 9.81} \approx 0.759\;\text{m} = 759\;\text{mm} \]

Daher die alte Druckeinheit „760 Torr" \(\approx 1\) atm.

✓ Lösung 6

(a) \( p = 1000 \cdot 9.81 \cdot 0.80 \approx 7848\;\text{Pa} \approx 7.85\;\text{kPa} \)

(b) Bodenfläche \( A = 1.0 \cdot 0.50 = 0.50\;\text{m}^2 \): \( F = p \cdot A \approx 3924\;\text{N} \)

(c) \( m = \rho \cdot V = 1000 \cdot (1.0 \cdot 0.5 \cdot 0.8) = 400\;\text{kg} \). Gewicht: \( F_G = 400 \cdot 9.81 \approx 3924\;\text{N} \) — identisch mit Bodenkraft (senkrechte Wände).

✓ Lösung 7

(a) \( p = F_1/A_1 = 80/(4 \cdot 10^{-4}) = 200\,000\;\text{Pa} = 2\;\text{bar} \). Damit \( F_2 = p \cdot A_2 = 200\,000 \cdot 0.020 = 4000\;\text{N} \).

Alternativ direkt: \( F_2 = F_1 \cdot A_2/A_1 = 80 \cdot 50 = 4000\;\text{N} \).

(b) \( s_2 = s_1 \cdot A_1/A_2 = 0.30 \cdot (4/200) = 0.006\;\text{m} = 0.6\;\text{cm} \).

✓ Lösung 8

(a) \( V = m/\rho = 1.0/7870 \approx 1.271 \cdot 10^{-4}\;\text{m}^3 \approx 127\;\text{cm}^3 \).

(b) \( F_A = \rho_W \cdot V \cdot g = 1000 \cdot 1.271 \cdot 10^{-4} \cdot 9.81 \approx 1.25\;\text{N} \).

(c) Scheinbares Gewicht: \( F_{\text{schein}} = F_G - F_A = 1.0 \cdot 9.81 - 1.25 \approx 8.56\;\text{N} \). Die Kugel sinkt — \( F_G \gg F_A \).

✓ Lösung 9

(a) Anteil: \( V_e/V = \rho_K/\rho_W = 700/1000 = 0.70 = 70\,\% \).

(b) Bei Kantenlänge \( 10\;\text{cm} \): Eintauchtiefe \( h_e = 0.70 \cdot 10 = 7.0\;\text{cm} \). Es ragen also \( 3.0\;\text{cm} \) aus dem Wasser.

✓ Lösung 10

\( V_e/V = 917/1000 = 0.917 \). Über Wasser: \( 1 - 0.917 = 0.083 = 8.3\,\% \) — also etwa \( 8\,\% \) sichtbar.

✓ Lösung 11

Druck-Gleichgewicht an der Grenzfläche: \( \rho_{\ddot{\text{O}}\text{l}} \cdot h_{\ddot{\text{O}}\text{l}} = \rho_W \cdot h_W \).

\[ h_W = \frac{800}{1000} \cdot 8 = 6.4\;\text{cm} \]

Der Wasserspiegel rechts steht \( 6.4\;\text{cm} \) über der Öl-Wasser-Grenze. Der Öl-Spiegel links steht \( 8\;\text{cm} \) über der Grenze. Höhenunterschied der oberen Spiegel: \( 8 - 6.4 = 1.6\;\text{cm} \) (Öl-Spiegel höher).

✓ Lösung 12

Im Gleichgewicht: \( F_A = F_G \). Mit \( F_A = \rho_W \cdot V_e \cdot g = \rho_W \cdot A \cdot h \cdot g \):

\[ h = \frac{m}{\rho_W \cdot A} = \frac{10^7}{1000 \cdot 2500} = 4.0\;\text{m} \]

Das Schiff hat einen Tiefgang von \( 4.0\;\text{m} \). (In Meerwasser etwas weniger: \( 4.0 \cdot 1000/1025 \approx 3.90\;\text{m} \) — vgl. die Plimsoll-Marken auf Schiffen, die genau diese Differenz markieren.)

✓ Lösung 13 — Knacknuss

(a) Schwebebedingung \( F_A = F_G \), also \( \rho_W \cdot V \cdot g = (m_\text{leer} + m_\text{ballast}) \cdot g \):

\[ m_\text{ballast} = \rho_W \cdot V - m_\text{leer} = 1000 \cdot 14 - 12\,000 = 2000\;\text{kg} = 2.0\;\text{t} \]

(b) Wasservolumen \( V_\text{wasser} = m_\text{ballast}/\rho_W = 2.0\;\text{m}^3 \). Anteil am Tank: \( 2.0/4.0 = 0.50 = 50\,\% \). Die Tanks sind also genau halb geflutet.

(c) Gesamtmasse: \( m_\text{ges} = 12\,000 + 2000 = 14\,000\;\text{kg} \). Mit \( V = 14\;\text{m}^3 \): \( \rho_\text{Boot} = 14\,000/14 = 1000\;\text{kg/m}^3 = \rho_W \). Genau die Schwebebedingung — die mittlere Dichte des Tauchboots ist gleich der Wasserdichte. Zum Auftauchen wird Druckluft in die Tanks gepresst, die das Wasser hinausdrückt; das Boot wird leichter und steigt.

📘 Selbsteinschätzung

Wenn du 10 oder mehr der ersten 12 Aufgaben richtig gelöst hast, beherrschst du die Grundlagen. Bei weniger als 8: Handout nochmals durcharbeiten und Aufgaben 1–7 erneut versuchen. Wer die Knacknuss (Aufgabe 13) sauber löst, zeigt souveräne Beherrschung — sie verbindet Auftrieb, Dichtevergleich und Schwebe-Gleichgewicht.