Physik · Lerngebiet 4 Mechanik

4.5 Hydrostatik

Druck und Auftrieb in ruhenden Flüssigkeiten — von der Tauchbrille bis zum Frachtschiff.

📋 Kompetenzen nach RLP-BM 2030 · Lerngebiet 4.5 · 100 Lektionen (gesamt 4)
  • den Begriff «Druck» definieren und die SI-Einheit Pascal einsetzen
  • den Schweredruck in einer Flüssigkeit berechnen und das hydrostatische Paradoxon erklären
  • das Prinzip von Pascal auf hydraulische Anlagen (Presse, Wagenheber) anwenden
  • das archimedische Prinzip formulieren und damit Auftriebskräfte berechnen
  • die Bedingungen für Schwimmen, Schweben und Sinken aus dem Dichtevergleich ableiten
🎯 Lernziele — das kann ich nach dieser Seite
  • Ich kann den Begriff Druck definieren und die Einheit Pascal einsetzen.
  • Ich kann den Schweredruck \(p_S=\rho g h\) berechnen und das hydrostatische Paradoxon erklären.
  • Ich kann das Prinzip von Pascal auf hydraulische Anlagen anwenden.
  • Ich kann das archimedische Prinzip formulieren und Auftriebskräfte berechnen.
  • Ich kann aus dem Dichtevergleich entscheiden, ob ein Körper schwimmt, schwebt oder sinkt.

Einstieg — Tauchen im Schwimmbad

Ein Schwimmer taucht im Schwimmbecken nach unten. Schon nach einem Meter spürt er einen leichten Druck auf den Ohren, ab zwei Metern muss er bewusst Druckausgleich machen — und im 6-m-tiefen Sprungbecken ist das Trommelfell deutlich belastet. Aber wie stark genau?

Die Luft drückt von oben — wir merken davon nichts, weil unser Körper an diesen Luftdruck gewohnt ist (etwa \(1{.}013\) bar auf Meereshöhe). Im Wasser kommt der Schweredruck der darüberliegenden Wassersäule dazu — also das Gewicht des ganzen Wassers, das senkrecht über dem Schwimmer steht. Und der wächst linear mit der Tiefe.

🧪 Beobachte

Starte die Animation unten — eine Schwimmerin lässt sich langsam bis zum Beckenboden in 6 m Tiefe sinken. Verfolge mit, wie sich Tiefe, Schweredruck (Druck nur vom Wasser) und Gesamtdruck (Wasser + Luft) verändern. Beobachte vor allem: wie schnell wächst der Druck im Vergleich zur Tiefe?

🤿 Einstieg-Animation · Druck mit zunehmender Tiefe

✓ Erkenntnis
Becken-Tiefe 6 m · \(\rho_W = 1000\;\text{kg/m}^3\) · \(g = 9.81\;\text{m/s}^2\) · \(p_0 = 1013\) hPa
0.00 m
🏊 Becken-Querschnitt
Tiefe \(h\)0.00 m
Schweredruck \(p_S\)0 hPa
Gesamtdruck \(p\)1013 hPa
in \(\text{bar}\)1.013 bar

Eine erste Annäherung: in 6 m Tiefe ergibt sich ein Schweredruck von etwa

\[ p_S \approx 1000\;\text{kg/m}^3 \cdot 9.81\;\text{m/s}^2 \cdot 6\;\text{m} \approx 58\,860\;\text{Pa} \approx 0.59\;\text{bar.} \]

Zum Luftdruck addiert ergibt das etwa \(1.60\) bar — der Druck auf das Trommelfell hat sich also fast verdoppelt. Eine einfache Faustregel folgt sofort: pro 10 m Wasser kommt etwa 1 bar Druck dazu.

Auf dieser Themenseite lernst du, wie Schweredruck systematisch berechnet wird, warum eine hydraulische Presse aus 50 N Hand­druck 1000 N Hub­kraft machen kann, und warum ein 80 000 t-Frachter problemlos schwimmt, obwohl ein Eisenklotz im Wasser sofort sinkt. Die zentralen Stichworte: Schweredruck, Prinzip von Pascal, Auftrieb nach Archimedes.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Je tiefer man taucht, desto …

  • kleiner der Druck
  • grösser der Druck
  • bleibt der Druck gleich
Lösung anzeigen
B. Der Schweredruck wächst linear mit der Tiefe: \(p = \rho g h\).
Lückentext

Der Schweredruck nimmt mit der zu.

Lösung anzeigen
Tiefe.
Kurze Rechnung

Druck in \(h = 10\;\text{m}\) Wassertiefe? (\(\rho = 1000\), \(g = 9.81\))

Lösung anzeigen
\(p = \rho g h = 1000 \cdot 9.81 \cdot 10 = 98\,100\;\text{Pa} \approx 0.98\;\text{bar}\).
Transfer

Warum schmerzen die Ohren beim Tauchen schon nach wenigen Metern?

Lösungsweg anzeigen
Der Schweredruck steigt rasch (pro \(10\;\text{m}\) rund \(1\;\text{bar}\)). Der Druckunterschied zum luftgefüllten Mittelohr drückt aufs Trommelfell — daher der nötige Druckausgleich.

Grundbegriffe

📘 Druck

Der Druck \(p\) ist die Kraft \(F\), die senkrecht auf eine Fläche \(A\) wirkt, geteilt durch die Grösse dieser Fläche:

\[ p = \frac{F}{A} \]

SI-Einheit: Pascal, \(1\;\text{Pa} = 1\;\text{N/m}^2\). Übliche Praxiseinheiten: \(1\;\text{hPa} = 100\;\text{Pa}\), \(1\;\text{kPa} = 1000\;\text{Pa}\), \(1\;\text{bar} = 100\,000\;\text{Pa}\), \(1\;\text{mbar} = 1\;\text{hPa}\).

Druck ist ein Skalar — er hat keinen Richtungspfeil. In einer ruhenden Flüssigkeit wirkt er an einem Punkt nach allen Seiten gleich gross (Pascal-Prinzip).

📘 Dichte

Die Dichte \(\rho\) (griechisch „rho") ist die Masse pro Volumen:

\[ \rho = \frac{m}{V} \]

SI-Einheit: \(\text{kg/m}^3\). Wichtige Werte (alle bei 20 °C, ausser Wasser bei 4 °C):

Stoff\(\rho\) in \(\text{kg/m}^3\)Stoff\(\rho\) in \(\text{kg/m}^3\)
Luft (20 °C)\(1.20\)Wasser (4 °C)\(1000\)
Eis\(917\)Meerwasser\(1025\)
Speiseöl\(\approx 850\)Quecksilber\(13\,600\)
Kork\(\approx 240\)Eichenholz\(\approx 700\)
Aluminium\(2700\)Eisen\(7870\)
Beton\(\approx 2400\)Gold\(19\,300\)
📘 Schweredruck

Der Schweredruck in einer Flüssigkeit entsteht durch das Gewicht der darüberliegenden Flüssigkeitssäule. Er wächst linear mit der Tiefe \(h\):

\[ p_S = \rho \cdot g \cdot h \]

\(p_S\) ist der zusätzliche Druck zur Atmosphäre. Der Gesamtdruck ist \(p = p_0 + p_S\), mit Luftdruck \(p_0 \approx 1013\) hPa auf Meereshöhe.

📘 Auftrieb

Wird ein Körper in eine Flüssigkeit eingetaucht, wirkt auf ihn die Auftriebskraft \(F_A\). Sie zeigt vertikal nach oben und ist betragsmässig gleich dem Gewicht der vom Körper verdrängten Flüssigkeit (Archimedisches Prinzip):

\[ F_A = \rho_{\text{Fl}} \cdot V_e \cdot g \]

Dabei ist \(\rho_{\text{Fl}}\) die Dichte der Flüssigkeit, \(V_e\) das eingetauchte Volumen des Körpers (bei vollständiger Tauchung das ganze Körpervolumen, beim Schwimmen nur der Teil unter Wasser).

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Die Einheit des Drucks ist …

  • Newton
  • Pascal
  • Joule
Lösung anzeigen
B. Druck wird in Pascal gemessen: \(1\;\text{Pa} = 1\;\text{N/m}^2\).
Lückentext

Druck ist Kraft pro .

Lösung anzeigen
Fläche — \(p = F/A\).
Kurze Rechnung

Eine Kraft \(50\;\text{N}\) wirkt auf \(A = 0.01\;\text{m}^2\). Welcher Druck?

Lösung anzeigen
\(p = \dfrac{F}{A} = \dfrac{50}{0.01} = 5000\;\text{Pa}\).
Transfer

Warum sinkt man mit Schneeschuhen weniger in den Schnee ein als mit normalen Schuhen?

Lösungsweg anzeigen
Die grössere Fläche verteilt dieselbe Gewichtskraft: \(p = F/A\) wird kleiner, der Schnee gibt weniger nach.

Schweredruck — wie Druck mit der Tiefe wächst

Der Schweredruck einer Flüssigkeitssäule ergibt sich aus dem Gewicht dieser Säule, geteilt durch die Fläche, auf die sie drückt. Für eine Säule der Höhe \(h\) und Querschnittsfläche \(A\) gilt:

🔷 Herleitung

Volumen der Flüssigkeitssäule: \(V = A \cdot h\). Masse: \(m = \rho \cdot V = \rho \cdot A \cdot h\). Gewichts­kraft: \(F_G = m \cdot g = \rho \cdot A \cdot h \cdot g\). Mit der Druckdefinition \(p = F/A\):

\[ p_S = \frac{F_G}{A} = \frac{\rho \cdot A \cdot h \cdot g}{A} = \rho \cdot g \cdot h \]

Die Fläche kürzt sich heraus — der Schweredruck hängt nur von Dichte, Erdbeschleunigung und Tiefe ab, nicht von der Form oder Grösse des Gefässes. Das nennt man das hydrostatische Paradoxon.

Animation 1 · Schweredruck in einer Flüssigkeitssäule

✓ Erkenntnis
1000 kg/m³
Aktueller Schweredruck
p_S = ρ · g · h
p_S = 1000 kg/m³ · 9.81 m/s² · 3.0 m = 29.4 kPa
3.0 m
🏛 Flüssigkeitssäule mit Manometer
📈 \(p_S(h)\) — linearer Anstieg
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Wovon hängt der Schweredruck NICHT ab?

  • von der Tiefe
  • von der Dichte der Flüssigkeit
  • von der Gefässform
Lösung anzeigen
C. \(p = \rho g h\) — die Form des Gefässes kommt nicht vor.
Lückentext

Der Schweredruck ist \(p = \rho \cdot g \cdot\) .

Lösung anzeigen
\(h\) (Tiefe).
Kurze Rechnung

Druck am Boden eines \(2\;\text{m}\) tiefen Ölbeckens (\(\rho = 900\), \(g = 9.81\))?

Lösung anzeigen
\(p = \rho g h = 900 \cdot 9.81 \cdot 2 = 17\,658\;\text{Pa} \approx 17.7\;\text{kPa}\).
Transfer

In welcher Wassertiefe herrscht ein Schweredruck von \(2\;\text{bar}\) (\(= 2\cdot 10^5\;\text{Pa}\))? (\(\rho = 1000\), \(g = 9.81\))

Lösungsweg anzeigen
\(h = \dfrac{p}{\rho g} = \dfrac{2\cdot 10^5}{1000 \cdot 9.81} \approx 20.4\;\text{m}\).

Hydrostatisches Paradoxon

Wenn der Schweredruck nur von der Tiefe abhängt — was passiert dann mit Gefässen unterschiedlicher Form? Schmale Röhre, weiter Becher, trichterförmiges Glas: alle bei gleicher Füllhöhe gleichviel Druck am Boden?

Genau. Solange die Füllhöhe gleich ist, ist auch der Druck am Boden gleich. Das überrascht, denn die Wassermengen sind ja sehr unterschiedlich. Der Trick: bei einer schmalen Form werden die Seitenwände nach aussen gedrückt — das „fehlende" Wasser wird durch die Wandkräfte ersetzt. Bei einer trichterförmigen Form drücken die Wände das Wasser von oben — das „überschüssige" Wasser bleibt ohne Wirkung auf den Boden.

Animation 2 · Drei Gefässe bei gleicher Füllhöhe

✓ Erkenntnis
12.0 cm
\(p\) am Boden1.18 kPa
in \(\text{mbar}\)11.8 mbar
Volumen Zyl.377 cm³
Volumen Trichter503 cm³
Volumen umgek.252 cm³
Bodenkraft Zyl.5.9 N
Bodenkraft Trichter2.1 N
Drei getrennte Gefässe verschiedener Form — gleiche Füllhöhe, gleiche Druckanzeige
⚠ Häufiger Fehler

Das Paradoxon gilt für den Druck am Boden, nicht für die Bodenkraft. Die Bodenkraft \(F = p \cdot A\) hängt zusätzlich von der Bodenfläche ab — ein breites Gefäss erfährt am Boden mehr Gesamtkraft als ein schmales, auch bei gleichem Druck. Und das passt auch zur Gewichts­kraft: bei vertikalen Wänden ist die Bodenkraft genau das Gewicht des darüberstehenden Wassers.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Drei verschieden geformte Gefässe haben gleiche Füllhöhe. Der Bodendruck ist …

  • im breitesten am grössten
  • überall gleich
  • im schmalsten am grössten
Lösung anzeigen
B. Hydrostatisches Paradoxon: bei gleicher Höhe ist der Bodendruck gleich (\(p = \rho g h\)).
Lückentext

Der Bodendruck hängt nur von der ab, nicht von der Wassermenge.

Lösung anzeigen
Füllhöhe.
Kurze Rechnung

Zwei Gefässe sind beide \(0.5\;\text{m}\) hoch gefüllt. Verhältnis der Bodendrücke?

Lösung anzeigen
\(1 : 1\) — gleiche Höhe, gleicher Druck, unabhängig von der Menge.
Transfer

Ein dünnes hohes Rohr und ein breites Fass haben gleiche Wasserhöhe. Warum ist der Bodendruck gleich, obwohl im Fass viel mehr Wasser ist?

Lösungsweg anzeigen
Der Druck hängt nur von der Höhe ab (\(p = \rho g h\)). Das zusätzliche Wasser im Fass ruht auf dessen breiterem Boden und erhöht den Druck pro Fläche nicht.

Prinzip von Pascal — die hydraulische Presse

In einer geschlossenen Flüssigkeit pflanzt sich ein zusätzlicher Druck unverändert nach allen Seiten fort. Drückt man auf einen kleinen Kolben mit Kraft \(F_1\) auf eine kleine Fläche \(A_1\), entsteht der Druck \(p = F_1/A_1\) überall. Dieser Druck wirkt auch auf einen grossen Kolben der Fläche \(A_2\) — dort als Kraft \(F_2 = p \cdot A_2\). Es folgt:

\[ \frac{F_1}{A_1} = \frac{F_2}{A_2} \qquad \Longrightarrow \qquad F_2 = F_1 \cdot \frac{A_2}{A_1} \]

Eine kleine Kraft erzeugt also eine grosse Kraft. Was ist der Preis? Der Weg: \(A_1 \cdot s_1 = A_2 \cdot s_2\) — der kleine Kolben muss um genauso viel weiter bewegt werden, wie er weniger Kraft braucht. So ist die Arbeit \(W = F \cdot s\) auf beiden Seiten gleich (Energieerhaltung).

Animation 3 · Hydraulische Presse

✓ Erkenntnis
50 N
5.0 cm²
100 cm²
20 cm
Druck \(p\)1.00 bar
Ausgangskraft \(F_2\)1000 N
Hubverhältnis \(A_2/A_1\)20.0
Ausgangshub \(s_2\)1.0 cm
Arbeit \(W_1 = F_1 \cdot s_1\)10.0 J
Arbeit \(W_2 = F_2 \cdot s_2\)10.0 J
U-Rohr-Presse mit zwei Kolben
❓ Was passiert mit dem Wasserstand im Glas, wenn ein schwimmender Eiswürfel schmilzt?

Der Pegel bleibt praktisch gleich. Der Eiswürfel verdrängt schwimmend genau das Wasservolumen, das seinem Gewicht entspricht — und liefert beim Schmelzen genau diese Wassermenge nach.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Bei der hydraulischen Presse gewinnt man Kraft auf Kosten von …

  • Druck
  • Weg
  • Energie
Lösung anzeigen
B. Die Kraft wird verstärkt, der Weg am grossen Kolben wird entsprechend kleiner (Energieerhaltung).
Lückentext

Nach dem Prinzip von Pascal ist der in der Flüssigkeit überall gleich.

Lösung anzeigen
Druck.
Kurze Rechnung

\(F_1 = 100\;\text{N}\) auf \(A_1\); der grosse Kolben hat \(A_2 = 5\,A_1\). Ausgangskraft \(F_2\)?

Lösung anzeigen
\(F_2 = F_1 \cdot \dfrac{A_2}{A_1} = 100 \cdot 5 = 500\;\text{N}\).
Transfer

Der kleine Kolben wird um \(20\;\text{cm}\) gedrückt, \(A_2 = 5\,A_1\). Um wie viel hebt sich der grosse Kolben?

Lösungsweg anzeigen
Gleiches Volumen: \(s_2 = s_1 \cdot \dfrac{A_1}{A_2} = \dfrac{20\;\text{cm}}{5} = 4\;\text{cm}\) — mehr Kraft, dafür weniger Weg.

Auftrieb — das Archimedische Prinzip

Schon in der Antike entdeckte Archimedes: Wer einen Körper in eine Flüssigkeit eintaucht, verdrängt eine entsprechende Flüssigkeitsmenge. Der Körper wird dann mit einer Kraft nach oben gedrückt, die genau dem Gewicht dieser verdrängten Flüssigkeit entspricht. Die Auftriebskraft \(F_A\) hängt nur von der Flüssigkeitsdichte und dem eingetauchten Volumen ab:

\[ F_A = \rho_{\text{Fl}} \cdot V_e \cdot g \]
🔷 Herleitung

Betrachte einen Quader (Höhe \(\Delta h\), Querschnittsfläche \(A\)) vollständig in der Flüssigkeit, Oberseite auf Tiefe \(h_o\), Unterseite auf Tiefe \(h_u = h_o + \Delta h\). Auf die Oberseite drückt die Flüssigkeit mit \(F_o = p_o \cdot A = \rho \cdot g \cdot h_o \cdot A\) nach unten, auf die Unterseite mit \(F_u = \rho \cdot g \cdot h_u \cdot A\) nach oben. Der Auftrieb ist die Differenz:

\[ F_A = F_u - F_o = \rho \cdot g \cdot A \cdot (h_u - h_o) = \rho \cdot g \cdot A \cdot \Delta h = \rho \cdot g \cdot V \]

Das Volumen \(V = A \cdot \Delta h\) ist das Volumen des Quaders — also das eingetauchte Volumen.

Animation 4 · Auftriebskraft beim Eintauchen

✓ Erkenntnis
6.0 cm
10.0 cm
Eingetauchtes V600 cm³
Verdrängte Masse0.60 kg
Auftriebskraft \(F_A\)5.89 N
Gewichtskraft \(F_G\) (Holz)6.87 N
Federwaage zeigt0.98 N
🟫 Quader im Wasser
📈 \(F_A\) in Abhängigkeit von \(h_e\)
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Die Auftriebskraft entspricht …

  • dem Gewicht des Körpers
  • dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit
  • dem Volumen des Körpers
Lösung anzeigen
B. Archimedisches Prinzip: \(F_A = \rho_{\text{Fl}}\,V_e\,g\) = Gewicht der verdrängten Flüssigkeit.
Lückentext

Die Auftriebskraft ist \(F_A = \rho_{\text{Fl}} \cdot V_e \cdot\) .

Lösung anzeigen
\(g\).
Kurze Rechnung

Ein Körper verdrängt \(V = 2\;\text{L} = 0.002\;\text{m}^3\) Wasser. Auftriebskraft? (\(\rho = 1000\), \(g = 9.81\))

Lösung anzeigen
\(F_A = \rho V g = 1000 \cdot 0.002 \cdot 9.81 = 19.62\;\text{N}\).
Transfer

Ein \(10\;\text{kg}\)-Stein (\(V = 4\;\text{L}\)) liegt unter Wasser. Welche Kraft braucht man, um ihn zu halten? (\(g = 9.81\))

Lösungsweg anzeigen
Gewicht \(98.1\;\text{N}\), Auftrieb \(1000 \cdot 0.004 \cdot 9.81 = 39.24\;\text{N}\). Haltekraft \(= 98.1 - 39.24 \approx 58.9\;\text{N}\).

Schwimmen, Schweben, Sinken

Ob ein Körper in einer Flüssigkeit schwimmt, schwebt oder sinkt, hängt vom Verhältnis seiner Dichte zur Flüssigkeitsdichte ab. Es gibt drei Fälle:

FallDichtevergleichKräftebilanzBeispiele
Schwimmen\(\rho_K < \rho_{\text{Fl}}\)\(F_A > F_G\) bei voller Tauchung → taucht nur teilweise ein bis \(F_A = F_G\)Holz, Eis, Schiff
Schweben\(\rho_K = \rho_{\text{Fl}}\)\(F_A = F_G\) bei jeder TiefeFisch mit Schwimmblase, U-Boot in Tarierung
Sinken\(\rho_K > \rho_{\text{Fl}}\)\(F_A < F_G\) auch bei voller Tauchung → fällt zum BodenStein, Eisenkugel

Bei einem schwimmenden Körper passt sich die Eintauchtiefe selbsttätig so an, dass die verdrängte Flüssigkeit genau das Körpergewicht ausgleicht. Aus \(F_A = F_G\) folgt:

\[ \rho_{\text{Fl}} \cdot V_{\text{e}} \cdot g = \rho_K \cdot V_K \cdot g \qquad \Longrightarrow \qquad \frac{V_{\text{e}}}{V_K} = \frac{\rho_K}{\rho_{\text{Fl}}} \]

Das ist der Grund, warum bei einem Eisberg gerade einmal \(8\,\%\) aus dem Meerwasser herausragen — der Rest schwimmt unter der Oberfläche. (Eis hat etwa \(917\;\text{kg/m}^3\), Meerwasser \(1025\;\text{kg/m}^3\) → \(917/1025 \approx 89.5\,\%\) sind unter Wasser.)

Animation 5 · Schwimmen, Schweben, Sinken

✓ Erkenntnis
700 kg/m³
Verhaltenschwimmt
Anteil eingetaucht70.0 %
Gewicht \(F_G\)6.87 N
Auftrieb \(F_A\)6.87 N
Würfel im Wasserbehälter
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Ein Körper schwimmt, wenn seine Dichte …

  • grösser als die der Flüssigkeit ist
  • kleiner als die der Flüssigkeit ist
  • egal ist
Lösung anzeigen
B. Kleinere Dichte als die Flüssigkeit → der Körper schwimmt.
Lückentext

Ein Körper schwebt, wenn seine Dichte der Flüssigkeitsdichte ist.

Lösung anzeigen
gleich.
Kurze Rechnung

Ein Eiswürfel (\(\rho = 917\;\text{kg/m}^3\)) schwimmt auf Wasser (\(1000\)). Welcher Volumenanteil taucht ein?

Lösung anzeigen
Anteil \(= \dfrac{\rho_K}{\rho_{\text{Fl}}} = \dfrac{917}{1000} = 0.917 = 91.7\,\%\).
Transfer

Warum schwimmt ein Schiff aus Stahl, obwohl Stahl viel dichter als Wasser ist?

Lösungsweg anzeigen
Entscheidend ist die mittlere Dichte des Schiffs (Stahl plus eingeschlossene Luft). Diese ist kleiner als Wasser, daher verdrängt der Rumpf genug Wasser für ausreichend Auftrieb.

U-Rohr mit zwei Flüssigkeiten

In einem U-förmigen Rohr stellen sich Flüssigkeiten so ein, dass an der untersten gemeinsamen Tiefe der Druck links und rechts gleich gross ist. Bei einer einzigen Flüssigkeit folgt daraus, dass die Flüssigkeitsspiegel auf beiden Seiten gleich hoch stehen (Prinzip der kommunizierenden Röhren). Bei zwei Flüssigkeiten unterschiedlicher Dichte sind die Spiegel nicht mehr gleich hoch — die schwerere Flüssigkeit „drückt" weiter nach unten als die leichtere.

Für zwei Flüssigkeiten in einem U-Rohr (die schwerere unten, die leichtere oben in einem Schenkel) gilt am Grenzpunkt:

\[ \rho_1 \cdot g \cdot h_1 = \rho_2 \cdot g \cdot h_2 \qquad \Longrightarrow \qquad \rho_1 \cdot h_1 = \rho_2 \cdot h_2 \]

Animation 6 · U-Rohr mit Wasser und Öl

✓ Erkenntnis
10.0 cm
850 kg/m³
Wasserstand-Diff8.5 cm
Verhältnis \(\rho_2/\rho_1\)0.850
U-Rohr: Öl links (gelb), Wasser blau
🟢 Anwendung: Höhenmessung

Das Prinzip kommunizierender Röhren wird von Schlauchwaagen genutzt — auch heute noch das genaueste Werkzeug, um auf einer Baustelle zwei Punkte gleich hoch zu bekommen. Ein durchsichtiger, mit Wasser gefüllter Schlauch zeigt an beiden Enden den gleichen Wasserspiegel an, egal wie der Schlauch dazwischen verläuft.

❓ Was passiert mit dem Schweredruck am Beckenboden, wenn das Becken doppelt so breit ist, aber gleich tief?

Er bleibt unverändert. \(p_S=\rho g h\) hängt nur von der Tiefe ab, nicht von der Fläche oder Wassermenge — das ist der Kern des hydrostatischen Paradoxons.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Im U-Rohr mit zwei Flüssigkeiten steht die leichtere Flüssigkeit …

  • tiefer
  • höher
  • gleich hoch
Lösung anzeigen
B. Bei gleichem Bodendruck steht die leichtere (kleinere Dichte) Flüssigkeit höher.
Lückentext

Im Gleichgewicht sind die auf beiden Seiten gleich.

Lösung anzeigen
Schweredrücke — \(\rho_1 h_1 = \rho_2 h_2\).
Kurze Rechnung

Öl (\(\rho = 800\)) steht \(10\;\text{cm}\) hoch. Wie hoch steht Wasser (\(1000\)) auf der anderen Seite?

Lösung anzeigen
\(\rho_{\text{Öl}} h_{\text{Öl}} = \rho_W h_W \Rightarrow h_W = \dfrac{800 \cdot 10}{1000} = 8\;\text{cm}\).
Transfer

Im U-Rohr steht Öl \(12\;\text{cm}\) und Wasser \(9.6\;\text{cm}\) hoch. Wie gross ist die Öldichte? (Wasser \(1000\))

Lösungsweg anzeigen
\(\rho_{\text{Öl}} = \rho_W \cdot \dfrac{h_W}{h_{\text{Öl}}} = 1000 \cdot \dfrac{9.6}{12} = 800\;\text{kg/m}^3\).

Aufgaben

🟠 A1Werte ablesen — Schweredruck in 4 m Tiefe

Stelle in Animation 1 die Slider auf \(h = 4\;\text{m}\) und \(\rho = 1000\;\text{kg/m}^3\). Lies den Schweredruck ab und prüfe ihn mit der Formel. Wandle das Ergebnis zusätzlich in hPa und in bar um.

🟢 Lösung

Mit \(p_S = \rho \cdot g \cdot h\):

\[ p_S = 1000 \cdot 9.81 \cdot 4 = 39\,240\;\text{Pa} \approx 39.2\;\text{kPa} \]

Umgerechnet: \(p_S \approx 392\;\text{hPa} \approx 0.392\;\text{bar}\). Die Live-Anzeige in der Animation bestätigt dies.

🟠 A2Druck am Boden eines Aquariums

Ein Aquarium mit der Grundfläche \(50\;\text{cm} \times 30\;\text{cm}\) ist bis zu einer Höhe von \(60\;\text{cm}\) mit Wasser gefüllt.

  1. Welcher Schweredruck wirkt am Boden?
  2. Welche Bodenkraft ergibt sich daraus?
  3. Vergleiche diese Bodenkraft mit der Gewichts­kraft der Wassermenge. Was beobachtest du?
🟢 Lösung
  1. Mit \(h = 0.60\;\text{m}\): \[ p_S = 1000 \cdot 9.81 \cdot 0.60 = 5886\;\text{Pa} \approx 5.89\;\text{kPa} \]
  2. Bodenfläche \(A = 0.50 \cdot 0.30 = 0.15\;\text{m}^2\): \[ F = p_S \cdot A = 5886 \cdot 0.15 \approx 883\;\text{N} \]
  3. Wassermasse \(m = \rho \cdot V = 1000 \cdot (0.5 \cdot 0.3 \cdot 0.6) = 90\;\text{kg}\). Gewicht: \(F_G = m \cdot g = 90 \cdot 9.81 \approx 883\;\text{N}\).

Beide Werte stimmen überein — bei einem Aquarium mit senkrechten Wänden ist die Bodenkraft genau gleich dem Gewicht des darüberstehenden Wassers. Bei einem Trichter wäre das anders (siehe hydrostatisches Paradoxon, Animation 2).

🟠 A3Hydraulische Hebebühne in einer Werkstatt

In einer Autowerkstatt steht eine hydraulische Hebebühne mit zwei Kolben: am kleinen Kolben (Fläche \(A_1 = 8\;\text{cm}^2\)) drückt eine Pumpe mit \(F_1 = 200\;\text{N}\); der grosse Kolben hat die Fläche \(A_2 = 400\;\text{cm}^2\).

  1. Berechne den Druck in der Hydraulikflüssigkeit.
  2. Welche Kraft \(F_2\) wirkt auf den grossen Kolben? Welcher Last (in kg) entspricht das?
  3. Wie weit muss der kleine Kolben gepumpt werden, damit das Auto um \(50\;\text{cm}\) angehoben wird? (In der Praxis wird die Pumpe vielmals betätigt — hier nur die Gesamt-Pumpstrecke.)
🟢 Lösung
  1. Mit \(A_1 = 8\;\text{cm}^2 = 8 \cdot 10^{-4}\;\text{m}^2\): \[ p = \frac{F_1}{A_1} = \frac{200}{8 \cdot 10^{-4}} = 250\,000\;\text{Pa} = 2.5\;\text{bar} \]
  2. Mit \(A_2 = 400\;\text{cm}^2 = 0.04\;\text{m}^2\): \[ F_2 = p \cdot A_2 = 250\,000 \cdot 0.04 = 10\,000\;\text{N} \] Das entspricht einer Lastmasse \(m = F_2/g = 10\,000/9.81 \approx 1019\;\text{kg}\) — ein typisches Personenauto.
  3. Volumenerhaltung \(A_1 \cdot s_1 = A_2 \cdot s_2\): \[ s_1 = s_2 \cdot \frac{A_2}{A_1} = 0.50 \cdot \frac{400}{8} = 0.50 \cdot 50 = 25\;\text{m} \] Die Pumpe muss also \(25\;\text{m}\) Gesamtweg zurücklegen, um das Auto \(50\;\text{cm}\) anzuheben. In der Praxis sind dafür viele kurze Pumpstösse à \(20\)–\(30\;\text{cm}\) nötig — die Energie­erhaltung ist gewahrt, denn \(F_1 \cdot s_1 = F_2 \cdot s_2 = 5000\;\text{J}\) auf beiden Seiten.
🟠 A4Schwimmender Korkblock

Ein Korkblock (Dichte \(\rho_K = 240\;\text{kg/m}^3\)) mit den Massen \(20\;\text{cm} \times 10\;\text{cm} \times 5\;\text{cm}\) wird waagrecht in einen Behälter mit Wasser gelegt. Liegende Seite: \(20 \times 10\;\text{cm}\), Höhe also \(5\;\text{cm}\).

  1. Wie viel Gewicht hat der Korkblock?
  2. Schwimmt, schwebt oder sinkt der Block? Begründe.
  3. Welche Eintauchtiefe stellt sich im Gleichgewicht ein?
🟢 Lösung
  1. Volumen \(V = 0.20 \cdot 0.10 \cdot 0.05 = 0.001\;\text{m}^3 = 1\;\text{L}\). Masse \(m = \rho_K \cdot V = 240 \cdot 0.001 = 0.24\;\text{kg}\). Gewicht: \[ F_G = m \cdot g = 0.24 \cdot 9.81 \approx 2.35\;\text{N} \]
  2. Da \(\rho_K = 240 < 1000 = \rho_W\): der Block schwimmt.
  3. Im Gleichgewicht ist \(F_A = F_G\). Mit \(F_A = \rho_W \cdot V_e \cdot g\) folgt: \[ V_e = \frac{m}{\rho_W} = \frac{0.24}{1000} = 2.4 \cdot 10^{-4}\;\text{m}^3 = 240\;\text{cm}^3 \] Da der Block waagrecht liegt mit Grundfläche \(A = 20 \cdot 10 = 200\;\text{cm}^2\), folgt: \[ h_e = \frac{V_e}{A} = \frac{240}{200} = 1.2\;\text{cm} \] Von den \(5\;\text{cm}\) Höhe ragen also \(3.8\;\text{cm}\) aus dem Wasser. Der Block schwimmt sehr hoch — Kork ist ein klassisches Schwimmkörpermaterial.
🟠 A5Eisberg im Meerwasser

Ein Eisberg hat eine Dichte von \(\rho_E = 917\;\text{kg/m}^3\) und schwimmt in Meerwasser mit \(\rho_M = 1025\;\text{kg/m}^3\).

  1. Welcher Anteil des Eisbergs liegt unter Wasser?
  2. Welche Masse hat ein Eisberg, dessen sichtbares Volumen (über Wasser) \(100\,\text{m}^3\) beträgt?
🟢 Lösung
  1. Aus \(F_A = F_G\) folgt \(\rho_M \cdot V_e = \rho_E \cdot V\), also: \[ \frac{V_e}{V} = \frac{\rho_E}{\rho_M} = \frac{917}{1025} \approx 0.895 \] Etwa \(89.5\,\%\) des Eisbergs sind unter Wasser, nur \(10.5\,\%\) ragen heraus.
  2. Wenn \(V_{\text{über}} = 100\;\text{m}^3\) entspricht \(10.5\,\%\), folgt das Gesamtvolumen: \[ V = \frac{100}{0.105} \approx 953\;\text{m}^3 \] Masse: \(m = \rho_E \cdot V = 917 \cdot 953 \approx 874\,000\;\text{kg} \approx 874\;\text{t}\). Ein „kleiner" sichtbarer Eisbergspitz von \(100\;\text{m}^3\) verbirgt also gut \(850\;\text{t}\) Eis unter der Oberfläche.
🟠 A6U-Rohr mit Öl und Wasser

In ein U-Rohr (gleicher Querschnitt in beiden Schenkeln) ist Wasser gefüllt. In den linken Schenkel werden \(15\;\text{cm}\) Öl (\(\rho_{\ddot{\text{O}}\text{l}} = 850\;\text{kg/m}^3\)) gegossen. Die Flüssigkeiten mischen sich nicht. Der tiefste Punkt des U-Rohrs (Verbindungsbogen) liegt \(20\;\text{cm}\) unter der Öl-Wasser-Grenzfläche.

  1. Berechne den Höhenunterschied der beiden oberen Flüssigkeitsspiegel.
  2. Welcher Druck wirkt am tiefsten Punkt des U-Rohrs?
🟢 Lösung
  1. Auf der Höhe der Öl-Wasser-Grenze (links unten) muss der Druck links und rechts gleich sein. Links: \(\rho_{\ddot{\text{O}}\text{l}} \cdot g \cdot h_{\ddot{\text{O}}\text{l}}\). Rechts: \(\rho_W \cdot g \cdot h_W\), wobei \(h_W\) der Höhenüberschuss des Wasserspiegels rechts gegenüber der Grenzfläche ist. \[ \rho_{\ddot{\text{O}}\text{l}} \cdot h_{\ddot{\text{O}}\text{l}} = \rho_W \cdot h_W \quad \Longrightarrow \quad h_W = \frac{850}{1000} \cdot 15 = 12.75\;\text{cm} \] Der Öl-Spiegel (links) liegt also \(15\;\text{cm}\) über der Grenzfläche, der Wasserspiegel (rechts) nur \(12.75\;\text{cm}\). Der Höhenunterschied der beiden oberen Flüssigkeitsspiegel beträgt damit \(15 - 12.75 = 2.25\;\text{cm}\) — der Öl-Spiegel links ist um \(2.25\;\text{cm}\) höher als der Wasserspiegel rechts.
  2. Am tiefsten Punkt (Verbindungsbogen) zählt die gesamte Wassersäule darüber. Am bequemsten rechnet man von der rechten Seite: über der Grenzfläche stehen \(h_W = 12.75\;\text{cm}\) Wasser, darunter weitere \(20\;\text{cm}\) bis zum tiefsten Punkt — insgesamt also \(12.75 + 20 = 32.75\;\text{cm}\) Wassersäule: \[ p = 1000 \cdot 9.81 \cdot 0.3275 \approx 3213\;\text{Pa} \approx 3.2\;\text{kPa} \] Kontrolle von links: über dem tiefsten Punkt stehen \(15\;\text{cm}\) Öl plus \(20\;\text{cm}\) Wasser (unter der Grenzfläche). Druckbeiträge: \(850 \cdot 9.81 \cdot 0.15 \approx 1251\;\text{Pa}\) (Öl) und \(1000 \cdot 9.81 \cdot 0.20 = 1962\;\text{Pa}\) (Wasser). Summe: \(1251 + 1962 = 3213\;\text{Pa}\) — identisch mit der Berechnung von rechts. ✓

Zusammenfassung

KonzeptFormelEinheitAnwendung
Druck (allgemein)\(p = F/A\)Pa = N/m²Definition
Dichte\(\rho = m/V\)kg/m³Stoffeigenschaft
Schweredruck\(p_S = \rho \cdot g \cdot h\)PaTieftauchen, Damm
Pascal-Prinzip\(F_2 = F_1 \cdot A_2/A_1\)NHydraulische Presse
Auftriebskraft (Archimedes)\(F_A = \rho_{\text{Fl}} \cdot V_e \cdot g\)NSchiff, Eisberg, Ballon
Anteil eingetaucht\(V_e/V_K = \rho_K/\rho_{\text{Fl}}\)Schwimmender Körper

Kernpunkte

In einer Flüssigkeit wächst der Druck linear mit der Tiefe (\(p_S = \rho g h\)) — und zwar unabhängig von der Form des Gefässes. Ein eingetauchter Körper erfährt eine Auftriebskraft, die genau dem Gewicht der verdrängten Flüssigkeit entspricht. Schwimmen, Schweben oder Sinken bestimmt allein der Dichtevergleich zwischen Körper und Flüssigkeit.

Zusatzmaterial

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