Physik · Lerngebiet 4 Mechanik

4.1 Kinematik des Schwerpunkts

Bewegungen ohne Berücksichtigung der Ursachen — Wege, Geschwindigkeiten, Beschleunigungen.

📋 Kompetenzen nach RLP-BM 2030 · Lerngebiet 4.1 · 100 Lektionen (Lerngebiet 4)
  • die Begriffe «Schwerpunkt», «Bahnkurve», «Geschwindigkeit» und «Beschleunigung» definieren
  • Die Geschwindigkeit in Vektor-Form darstellen und damit Relativbewegungen und absolute Bewegungen berechnen
  • Aufgabenstellungen zu folgenden Bewegungsarten lösen: Geradlinig gleichförmige Bewegung, gleichmässig beschleunigte Bewegung, freier Fall, parabolische Bewegung
  • die gleichförmige Kreisbewegung mit den dazugehörigen Grössen (Rotationsfrequenz, Winkelgeschwindigkeit, Zentripetalbeschleunigung) bestimmen und damit einfache Berechnungen durchführen
💡 Vorwissen zu dieser Seite

Diese Seite rechnet dauernd zwischen km/h und m/s um und liest Diagramme. Beides steht auf 0.2 ausführlich; geführt durcharbeiten lässt es sich im Leitprogramm «Grössen, Messen, Druck».

🎯 Lernziele — das kann ich nach dieser Seite
  • Ich kann Schwerpunkt, Bahnkurve, Geschwindigkeit und Beschleunigung in eigenen Worten erklären und unterscheiden.
  • Ich kann mittlere und momentane Geschwindigkeit auseinanderhalten und km/h in m/s umrechnen.
  • Ich kann die Geschwindigkeit als Vektor darstellen und damit Relativbewegungen berechnen.
  • Ich kann Aufgaben zur gleichförmigen und zur gleichmässig beschleunigten Bewegung mit den drei Bewegungsgleichungen lösen.
  • Ich kann Weg-Zeit- und Geschwindigkeit-Zeit-Diagramme über Steigung und Fläche lesen.
  • Ich kann den freien Fall und den schiefen Wurf beschreiben und den Bremsweg \(s=v_0^2/(2a)\) berechnen.
  • Ich kann bei der Kreisbewegung Rotationsfrequenz, Winkelgeschwindigkeit und Zentripetalbeschleunigung bestimmen.

Einstieg — Wie schnell fährt der Zug?

Ein InterRegio fährt von Bern nach Zürich. Auf einer Strecke von \(120\;\text{km}\) benötigt er \(60\;\text{min}\). Die Anzeige im Wagen zeigt aber unterwegs schwankende Werte — auf freier Strecke zwischen \(140\;\text{km/h}\) und \(160\;\text{km/h}\), beim Zwischenhalt sogar \(0\;\text{km/h}\). Was ist nun seine Geschwindigkeit?

Die Antwort hängt davon ab, was wir meinen. Die Durchschnittsgeschwindigkeit über die ganze Fahrt ist

\[ \bar{v} = \frac{\Delta s}{\Delta t} = \frac{120\;\text{km}}{1\;\text{h}} = 120\;\text{km/h}. \]

Die Momentangeschwindigkeit dagegen ist das, was die Anzeige im Wagen liefert — sie kann von Augenblick zu Augenblick variieren. Die Kinematik beschreibt beides systematisch.

Einstiegs-Animation · Zugfahrt Bern–Zürich im v-t-Diagramm

✓ Erkenntnis
Momentan \(v(t)\)160 km/h
Phasekonstant
\(\Delta s\) (Fläche)120.0 km
\(\Delta t = t_2 - t_1\)1.000 h
\(\bar{v} = \Delta s / \Delta t\)120.0 km/h
📊 \(v(t)\) — Momentangeschwindigkeit der ganzen Fahrt
Beschleunigen (\(a > 0\)) Bremsen (\(a < 0\)) konstante Geschwindigkeit Zeitpunkt \(t\) — ziehbar Intervall \(t_1\)…\(t_2\) — Marker ziehbar, Fläche = \(\Delta s\)
🧪 Phänomen

Drei Erfahrungen, die wir aus dem Alltag kennen — und die Physik gleich beschreibt:

  • Konstante Geschwindigkeit — ein Auto auf der Autobahn mit Tempomat. In gleichen Zeiten gleiche Strecken.
  • Beschleunigung — das Anfahren an der Ampel. Pro Sekunde wird die Geschwindigkeit grösser.
  • Freier Fall — eine Münze, die vom Tisch rutscht. Sie fällt nicht gleich schnell die ganze Zeit, sondern wird immer schneller.
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Ein Auto legt in \(2\;\text{h}\) eine Strecke von \(150\;\text{km}\) zurück. Wie gross ist seine Durchschnittsgeschwindigkeit?

  • \(50\;\text{km/h}\)
  • \(75\;\text{km/h}\)
  • \(300\;\text{km/h}\)
Lösung anzeigen
B. Mit der Formel aus dem Einstiegsbeispiel: \(\bar{v} = \dfrac{\Delta s}{\Delta t} = \dfrac{150\;\text{km}}{2\;\text{h}} = 75\;\text{km/h}\).
Lückentext

Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist der zurückgelegte Weg die benötigte Zeit.

Lösung anzeigen
geteilt durch — wie im Einstiegsbeispiel: \(\bar{v} = \dfrac{\Delta s}{\Delta t}\).
Kurze Rechnung

Rechne \(72\;\text{km/h}\) in \(\text{m/s}\) um.

Lösung anzeigen
Kilometer in Meter, Stunden in Sekunden umrechnen: \(72\;\text{km/h} = \dfrac{72000\;\text{m}}{3600\;\text{s}} = 20\;\text{m/s}\). Schnellweg: Division durch \(3.6\).
Transfer

Der Zug aus dem Einstieg legt die ersten \(20\;\text{km}\) in \(10\;\text{min}\) zurück und erreicht dabei zeitweise \(150\;\text{km/h}\). Wie gross ist seine Durchschnittsgeschwindigkeit auf diesem Abschnitt — und warum ist sie kleiner als \(150\;\text{km/h}\)? (Prüfe mit den Markern \(t_1 = 0\) und \(t_2 = 10\;\text{min}\) in der Einstiegs-Animation.)

Lösungsweg anzeigen
\(\bar{v} = \dfrac{\Delta s}{\Delta t} = \dfrac{20\;\text{km}}{10\;\text{min}} = \dfrac{20\;\text{km}}{1/6\;\text{h}} = 120\;\text{km/h}\). Der Zug beschleunigt zuerst aus dem Stand — in dieser Anfangsphase ist die Momentangeschwindigkeit klein und drückt den Durchschnitt unter die Spitzenwerte.

Grundbegriffe der Kinematik

📘 Schwerpunkt

Der Schwerpunkt eines Körpers ist der Punkt, der sich so verhält, als wäre die gesamte Masse des Körpers in ihm konzentriert. Bei einer Translation (Verschiebung ohne Drehung) reicht es, die Bewegung des Schwerpunkts zu beschreiben.

📘 Bahnkurve

Die Bahnkurve ist die Linie, die der Schwerpunkt im Laufe der Zeit im Raum durchläuft. Sie kann geradlinig (Auto auf gerader Strasse), kreisförmig (Riesenrad) oder beliebig gekrümmt sein (Wurfparabel).

📘 Geschwindigkeit

Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist die zurückgelegte Strecke pro Zeit:

\[ \bar{v} = \frac{\Delta s}{\Delta t} \]

Die Momentangeschwindigkeit ist die Geschwindigkeit zu einem bestimmten Zeitpunkt — formal der Grenzwert für \( \Delta t \to 0 \). In Vektor-Form:

\[ \vec{v} = \frac{\Delta \vec{s}}{\Delta t} \]

Der Geschwindigkeits-Vektor zeigt in Richtung der Bewegung. Sein Betrag — umgangssprachlich auch Tempo — gibt an, wie schnell die Bewegung ist, ohne Richtung. SI-Einheit: m/s (auch km/h gebräuchlich, mit \( 1\;\text{m/s} = 3.6\;\text{km/h} \)).

Sekante → Tangente · was «\(\Delta t \to 0\)» bedeutet

✓ Erkenntnis
3.0 s
3.0 s
Sekantensteigung gegen Tangentensteigung
Sekante \(\bar{v}\)9.00 m/s
Tangente \(v(t_0)\)6.00 m/s
Abweichung3.00 m/s
📈 \(s(t)\) mit Sekante und Tangente
📘 Beschleunigung

Die Beschleunigung ist die Änderung der Geschwindigkeit pro Zeit:

\[ \vec{a} = \frac{\Delta \vec{v}}{\Delta t} \]

SI-Einheit: \(\text{m/s}^2\). Positive Beschleunigung in Bewegungsrichtung bedeutet schneller werden; negative (oft als Bremsbeschleunigung oder Verzögerung bezeichnet) bedeutet langsamer werden.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Welche Aussage über die Beschleunigung stimmt?

  • Sie ist die Änderungsrate des Weges.
  • Sie ist die Änderungsrate der Geschwindigkeit.
  • Sie ist immer gleich \(9.81\;\text{m/s}^2\).
Lösung anzeigen
B. \(a = \dfrac{\Delta v}{\Delta t}\) — die Beschleunigung beschreibt, wie schnell sich die Geschwindigkeit ändert.
Lückentext

Die Geschwindigkeit ist eine Grösse: sie besitzt Betrag und Richtung.

Lösung anzeigen
vektorielle (im Gegensatz zu einer skalaren Grösse).
Kurze Rechnung

Ein Wagen wird in \(4\;\text{s}\) von \(10\;\text{m/s}\) auf \(30\;\text{m/s}\) schneller. Wie gross ist die mittlere Beschleunigung?

Lösung anzeigen
\(a = \dfrac{\Delta v}{\Delta t} = \dfrac{30\;\text{m/s} - 10\;\text{m/s}}{4\;\text{s}} = 5\;\text{m/s}^2\).
Transfer

Ein Körper bewegt sich mit konstantem Tempo auf einer Kreisbahn. Wird er beschleunigt, obwohl der Betrag der Geschwindigkeit gleich bleibt?

Lösungsweg anzeigen
Ja. Die Geschwindigkeit ist ein Vektor; ihre Richtung ändert sich ständig. Eine Richtungsänderung ist bereits eine Beschleunigung — auch bei konstantem Betrag \(|\vec v|\).

Geradlinig gleichförmige Bewegung — die drei Darstellungen

Bei der geradlinig gleichförmigen Bewegung ist die Geschwindigkeit konstant. Die zurückgelegte Strecke wächst dann linear mit der Zeit. Verändere die Geschwindigkeit \(v\) und den Startort \(s_0\) — beobachte, wie sich \(s(t)\)-Graph und Tabelle ändern.

\[ s(t) = s_0 + v \cdot t \qquad v(t) = v = \text{const.} \]

Animation 1 · Geradlinig gleichförmige Bewegung

✓ Erkenntnis
15 m/s
0 m
5.0 s
Aktueller Funktionsterm
Ort \(s(t)\)75 m
Fläche unter \(v(t)\)75 m
Weg seit \(t=0\)75 m
📈 \(s(t)\) — Weg-Zeit-Diagramm
📊 \(v(t)\) — Geschwindigkeits-Zeit-Diagramm
❓ Was passiert mit der s-t-Geraden, wenn du die Geschwindigkeit verdoppelst?

Die Steigung der \(s\)-\(t\)-Geraden verdoppelt sich — in der gleichen Zeit wird die doppelte Strecke zurückgelegt. Im \(v\)-\(t\)-Diagramm liegt die waagrechte Linie doppelt so hoch, und die Fläche darunter (der Weg) verdoppelt sich ebenfalls. Probiere es in Animation 1 aus.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Wie sieht das \(v\)-\(t\)-Diagramm einer gleichförmigen (konstanten) Bewegung aus?

  • eine steigende Gerade
  • eine waagrechte Linie
  • eine Parabel
Lösung anzeigen
B. Bei konstanter Geschwindigkeit ist \(v\) zeitlich unverändert — eine waagrechte Linie. (Das \(s\)-\(t\)-Diagramm ist dann eine steigende Gerade.)
Lückentext

Im \(s\)-\(t\)-Diagramm der gleichförmigen Bewegung entspricht die der Geraden der Geschwindigkeit.

Lösung anzeigen
Steigung — die Steigung der \(s\)-\(t\)-Geraden ist \(v\).
Kurze Rechnung

Ein Objekt startet bei \(s_0 = 20\;\text{m}\) und fährt mit \(v = 15\;\text{m/s}\). Wo ist es nach \(t = 4\;\text{s}\)?

Lösung anzeigen
\(s = s_0 + v\cdot t = 20\;\text{m} + 15\;\text{m/s} \cdot 4\;\text{s} = 80\;\text{m}\).
Transfer

Läuferin A startet am Punkt \(0\) mit \(6\;\text{m/s}\), Läufer B startet gleichzeitig \(30\;\text{m}\) voraus mit \(4\;\text{m/s}\). Wann und wo holt A den B ein?

Lösungsweg anzeigen
Ansatz: beim Einholen sind beide am gleichen Ort. \[ s_A(t_{\text{einholen}}) = s_B(t_{\text{einholen}}) \] \[ 6 \cdot t = 30 + 4 \cdot t \] \[ 2 \cdot t = 30 \quad\Rightarrow\quad t = 15\;\text{s} \] Ort: \(s = 6\;\text{m/s} \cdot 15\;\text{s} = 90\;\text{m}\).

Gleichmässig beschleunigte Bewegung

Wirkt eine konstante Beschleunigung \(a\) auf einen Körper, nimmt seine Geschwindigkeit gleichmässig zu (oder ab). Aus den Grunddefinitionen folgen drei zentrale Bewegungsgleichungen:

🔷 Herleitung

Bei konstanter Beschleunigung \(a\) gilt für die Geschwindigkeit:

\[ v(t) = v_0 + a \cdot t \]

Der zurückgelegte Weg ergibt sich als Fläche unter dem \(v\)-\(t\)-Graph. Bei einem Trapez mit den Seiten \(v_0\) und \(v(t)\) und der Breite \(t\):

\[ s(t) = s_0 + v_0 \cdot t + \tfrac{1}{2} \cdot a \cdot t^{\,2} \]

Eliminiert man die Zeit, folgt die zeitlose Bewegungsgleichung. Dazu die erste Gleichung nach \(t\) auflösen und in die zweite einsetzen:

\[ t = \frac{v - v_0}{a} \qquad\Rightarrow\qquad s - s_0 = v_0 \cdot \frac{v - v_0}{a} + \frac{1}{2}\,a \cdot \left( \frac{v - v_0}{a} \right)^{\!2} = \frac{v^{\,2} - v_0^{\,2}}{2\,a} \]

Umgestellt:

\[ v^{\,2} = v_0^{\,2} + 2 \cdot a \cdot (s - s_0) \]

Animation 2 · Gleichmässig beschleunigte Bewegung

✓ Erkenntnis
2.0 m/s²
0 m/s
5.0 s
\(a\)2.00 m/s²
\(v(t)\)10.0 m/s
\(s(t)\)25.0 m
\(a(t)\)
\(v(t)\)
\(s(t)\)
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Wie sieht das \(a\)-\(t\)-Diagramm einer gleichmässig beschleunigten Bewegung aus?

  • eine waagrechte Linie
  • eine steigende Gerade
  • eine Parabel
Lösung anzeigen
A. Die Beschleunigung ist konstant, also waagrecht. (Das \(v\)-\(t\)-Diagramm ist eine Gerade, das \(s\)-\(t\)-Diagramm eine Parabel.)
Lückentext

Bei gleichmässig beschleunigter Bewegung wächst der zurückgelegte Weg mit der Zeit.

Lösung anzeigen
quadratisch — \(s \sim t^2\) (wegen \(s = \tfrac{1}{2}a\,t^2\)).
Kurze Rechnung

Ein Körper startet aus der Ruhe mit \(a = 2\;\text{m/s}^2\). Geschwindigkeit und Weg nach \(5\;\text{s}\)?

Lösung anzeigen
\(v = a\cdot t = 2 \cdot 5 = 10\;\text{m/s}\); \(\;\; s = \tfrac{1}{2}a\,t^2 = \tfrac{1}{2}\cdot 2 \cdot 5^2 = 25\;\text{m}\).
Transfer

Ein Auto bremst aus \(20\;\text{m/s}\) mit \(a = -5\;\text{m/s}^2\) bis zum Stillstand. Wie lang ist der Bremsweg?

Lösungsweg anzeigen
Aus \(v^2 = v_0^2 + 2\,a\,s\) mit \(v = 0\): \(0 = 20^2 + 2\cdot(-5)\cdot s \Rightarrow 400 = 10\,s \Rightarrow s = 40\;\text{m}\).

Freier Fall

Der freie Fall ist ein Spezialfall der gleichmässig beschleunigten Bewegung — die Beschleunigung ist die Erdbeschleunigung \(g \approx 9.81\;\text{m/s}^2\), gerichtet nach unten. Aus dem Stand losgelassen (\(v_0 = 0\)):

\[ v(t) = g \cdot t \qquad h(t) = \tfrac{1}{2} \cdot g \cdot t^{\,2} \]

Animation 3 · Freier Fall — Apfel vom Baum

✓ Erkenntnis
\(g = 9.81\;\text{m/s}^2\)
20 m
0.40×
Zeit \(t\)0.00 s
Geschwindigkeit \(v\)0.0 m/s
Fallweg \(s\)0.00 m
Fallzeit aus \(h_0\)2.02 s
Aufprall-Tempo19.8 m/s
🍎 Fallszene
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Ohne Luftwiderstand fallen eine schwere und eine leichte Kugel aus gleicher Höhe …

  • die schwere kommt zuerst an
  • beide kommen gleichzeitig an
  • die leichte kommt zuerst an
Lösung anzeigen
B. Im freien Fall ist die Beschleunigung für alle Körper gleich \(g\) — die Masse spielt keine Rolle.
Lückentext

Beim freien Fall nimmt die Geschwindigkeit in jeder Sekunde um rund zu.

Lösung anzeigen
\(9.81\;\text{m/s}\) — das ist die Fallbeschleunigung \(g\).
Kurze Rechnung

Wie lange fällt ein Körper frei aus \(20\;\text{m}\) Höhe?

Lösung anzeigen
\(t = \sqrt{\dfrac{2h}{g}} = \sqrt{\dfrac{2 \cdot 20}{9.81}} \approx 2.02\;\text{s}\).
Transfer

Ein Stein fällt \(3\;\text{s}\) lang frei. Aus welcher Höhe wurde er losgelassen, und mit welcher Geschwindigkeit trifft er auf?

Lösungsweg anzeigen
Höhe: \(h = \tfrac{1}{2}g\,t^2 = \tfrac{1}{2}\cdot 9.81 \cdot 3^2 \approx 44.1\;\text{m}\). Aufprall: \(v = g\,t = 9.81 \cdot 3 \approx 29.4\;\text{m/s}\).

Parabolische Bewegung (Schiefer Wurf)

Der schiefe Wurf entsteht aus der Überlagerung zweier Bewegungen: einer geradlinig gleichförmigen Horizontalbewegung und einer gleichmässig beschleunigten Vertikalbewegung (freier Fall). Mit Abwurfgeschwindigkeit \(v_0\) und Abwurfwinkel \(\alpha\):

\[ x(t) = v_0 \cos\alpha \cdot t \qquad y(t) = v_0 \sin\alpha \cdot t - \tfrac{1}{2} g \cdot t^{\,2} \]

Eliminiert man die Zeit, ergibt sich für die Bahnkurve eine Parabel.

Animation 4 · Schiefer Wurf

✓ Erkenntnis
20 m/s
45°
Wurfweite40.8 m
Steighöhe10.2 m
Flugzeit2.88 s
waagrecht \(x(t)\)—
senkrecht \(y(t)\)—
Bahnkurve im \(x\)-\(y\)-Raum
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Aus welchem Abwurfwinkel ergibt sich (ohne Luftwiderstand) die grösste Wurfweite?

  • \(30°\)
  • \(45°\)
  • \(60°\)
Lösung anzeigen
B. Bei \(45°\) ist \(\sin(2\alpha) = \sin 90° = 1\) maximal, also auch die Weite \(s_x = \dfrac{v_0^{\,2}\sin(2\alpha)}{g}\).
Lückentext

Beim schiefen Wurf ist die waagrechte Teilbewegung , die senkrechte ist gleichmässig beschleunigt.

Lösung anzeigen
gleichförmig — horizontal wirkt keine Kraft, daher konstante Geschwindigkeit.
Kurze Rechnung

Ein Ball wird waagrecht mit \(10\;\text{m/s}\) aus \(5\;\text{m}\) Höhe geworfen. Wie weit fliegt er bis zum Aufprall?

Lösung anzeigen
Fallzeit \(t = \sqrt{\dfrac{2h}{g}} = \sqrt{\dfrac{2\cdot 5}{9.81}} \approx 1.01\;\text{s}\); Weite \(s_x = v_0\cdot t \approx 10 \cdot 1.01 = 10.1\;\text{m}\).
Transfer

Im selben Moment wird ein Ball fallen gelassen und ein zweiter waagrecht weggeworfen — beide aus gleicher Höhe. Welcher landet zuerst?

Lösungsweg anzeigen
Beide gleichzeitig. Die senkrechte Bewegung ist von der waagrechten unabhängig: gleiche Höhe und gleiche vertikale Beschleunigung \(g\) ergeben dieselbe Fallzeit.

Gleichförmige Kreisbewegung

Bewegt sich ein Körper auf einer Kreisbahn mit konstanter Bahngeschwindigkeit, spricht man von einer gleichförmigen Kreisbewegung. Wichtige Grössen:

GrösseSymbolDefinitionEinheit
Bahngeschwindigkeit\(v\)\(v = \omega \cdot r\)m/s
Winkelgeschwindigkeit\(\omega\)\(\omega = \dfrac{2\pi}{T} = 2\pi \cdot f\)rad/s
Rotationsfrequenz\(f\)\(f = \dfrac{1}{T}\)Hz (1/s)
Umlaufzeit (Periode)\(T\)Zeit für einen Umlaufs
Zentripetalbeschl.\(a_z\)\(a_z = \dfrac{v^{\,2}}{r} = \omega^{\,2} \cdot r\)\(\text{m/s}^2\)
⚠ Häufiger Fehler

Bei der gleichförmigen Kreisbewegung ist die Bahngeschwindigkeit konstant, aber die Geschwindigkeit ist nicht konstant — denn die Richtung von \(\vec{v}\) ändert sich ständig. Genau deshalb existiert eine Beschleunigung \(\vec{a}_z\), die stets zur Mitte zeigt (Zentripetalbeschleunigung).

Animation 5 · Gleichförmige Kreisbewegung

✓ Erkenntnis
2.0 m
1.5 rad/s
\(v = \omega \cdot r\)3.00 m/s
\(a_z = \omega^2 \cdot r\)4.50 m/s²
Umlaufzeit \(T\)4.19 s
Frequenz \(f\)0.24 Hz
Kreisbahn mit Vektoren
✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Wohin zeigt bei der gleichförmigen Kreisbewegung die Beschleunigung?

  • tangential (in Bewegungsrichtung)
  • zum Kreismittelpunkt
  • nach aussen
Lösung anzeigen
B. Die Zentripetalbeschleunigung \(\vec a_z\) zeigt stets zum Mittelpunkt und hält den Körper auf der Bahn.
Lückentext

Die Bahngeschwindigkeit \(\vec v\) ist zur Kreisbahn gerichtet.

Lösung anzeigen
tangential — in jedem Punkt in Richtung der Tangente.
Kurze Rechnung

Ein Punkt rotiert mit \(r = 0.5\;\text{m}\) und Umlaufzeit \(T = 2\;\text{s}\). Berechne \(\omega\), \(v\) und \(a_z\).

Lösung anzeigen
\(\omega = \dfrac{2\pi}{T} \approx 3.14\;\text{s}^{-1}\); \(\;\; v = \omega\,r \approx 1.57\;\text{m/s}\); \(\;\; a_z = \dfrac{v^2}{r} \approx 4.93\;\text{m/s}^2\).
Transfer

Ein Punkt am Rand eines Rades (Radius \(0.30\;\text{m}\)) dreht sich mit \(120\) Umdrehungen pro Minute. Bahngeschwindigkeit und Zentripetalbeschleunigung?

Lösungsweg anzeigen
\(f = \dfrac{120}{60\;\text{s}} = 2\;\text{Hz}\), \(\;\omega = 2\pi f \approx 12.57\;\text{s}^{-1}\). Dann \(v = \omega\,r \approx 3.77\;\text{m/s}\) und \(a_z = \omega^2 r \approx 47.4\;\text{m/s}^2\).

Vektoraddition — Relativbewegung

Geschwindigkeiten sind Vektoren — sie addieren sich nach den Vektor-Regeln. Klassisches Beispiel: ein Schwimmer in einem Fluss. Seine Geschwindigkeit gegenüber dem Ufer ist die Summe aus Schwimmgeschwindigkeit (gegenüber dem Wasser) und Strömungsgeschwindigkeit:

\[ \vec{v}_{\text{Ufer}} = \vec{v}_{\text{Schwimmer/Wasser}} + \vec{v}_{\text{Strömung}} \]

Animation 6 · Schwimmer im Fluss

✓ Erkenntnis
2.0 m/s
90°
1.0 m/s
Flussbreite \(40\;\text{m}\) · Zeitraffer 4×
\(|\vec{v}_{\text{Ufer}}|\)2.24 m/s
Driftwinkel \(\gamma\)26.6°
Querzeit20.0 s
Versatz am Zielufer+20.0 m
Vektoraddition
🏊 Querung von oben — feste Skala \(-40\) … \(140\;\text{m}\)
❓ Was passiert beim freien Fall, wenn du die Masse des Körpers verdoppelst?

Nichts an der Bewegung: im freien Fall (ohne Luftwiderstand) fallen alle Körper gleich schnell, weil \(g\) massenunabhängig ist. Eine Feder und eine Bleikugel landen im Vakuum gleichzeitig.

✏️ Mini-Check
Multiple Choice

Eine Fähre hält genau quer zum Fluss, wird aber flussabwärts versetzt. Warum?

  • Der Motor ist zu schwach.
  • Die Strömungsgeschwindigkeit addiert sich vektoriell zur Fahrtgeschwindigkeit.
  • Wegen der Erddrehung.
Lösung anzeigen
B. Die resultierende Geschwindigkeit ist die Vektorsumme aus Eigen- und Strömungsgeschwindigkeit; der Flussanteil versetzt die Fähre seitwärts.
Lückentext

Geschwindigkeiten werden addiert — mit Betrag und Richtung.

Lösung anzeigen
vektoriell — als Vektoren, z.B. über das Parallelogramm.
Kurze Rechnung

Eine Schwimmerin schwimmt mit \(3\;\text{m/s}\) senkrecht zum Ufer, die Strömung beträgt \(4\;\text{m/s}\). Wie gross ist die Geschwindigkeit über Grund?

Lösung anzeigen
\(v = \sqrt{(3\;\text{m/s})^2 + (4\;\text{m/s})^2} = \sqrt{9 + 16} = 5\;\text{m/s}\).
Transfer

Mit welchem Winkel gegen die Senkrechte muss die Schwimmerin (Eigentempo \(5\;\text{m/s}\)) bei \(3\;\text{m/s}\) Strömung anhalten, um gerade überzusetzen, und wie schnell quert sie dann?

Lösungsweg anzeigen
Die stromaufwärtige Komponente hebt die Strömung auf: \(\sin\gamma = \dfrac{3}{5} \Rightarrow \gamma \approx 37°\). Quergeschwindigkeit: \(\sqrt{5^2 - 3^2} = 4\;\text{m/s}\).

Aufgaben

🟠 A1Werte ablesen: \(v\)-\(t\)-Diagramm

Stelle in Animation 2 die Schieber auf \(a = 2.0\;\text{m/s}^2\), \(v_0 = 4\;\text{m/s}\), \(t = 6\;\text{s}\). Lies aus den drei Diagrammen die Werte für \(v(t)\) und \(s(t)\) ab und vergleiche sie mit den Bewegungsgleichungen.

🟢 Lösung

Mit \(v(t) = v_0 + a \cdot t = 4 + 2 \cdot 6 = 16\;\text{m/s}\) (Live-Anzeige bestätigt).

Mit \(s(t) = v_0 \cdot t + \tfrac{1}{2} a \cdot t^{\,2} = 4 \cdot 6 + \tfrac{1}{2} \cdot 2 \cdot 36 = 24 + 36 = 60\;\text{m}\).

🟠 A2Freier Fall — Aufprallgeschwindigkeit

Eine Münze fällt aus \(1.5\;\text{m}\) Höhe vom Tisch. Mit welcher Geschwindigkeit trifft sie auf den Boden? Wie lange dauert der Fall? (Verwende \(g = 9.81\;\text{m/s}^2\).)

🟢 Lösung

Aus \(h = \tfrac{1}{2} g \cdot t^{\,2}\) folgt

\[ t = \sqrt{\frac{2h}{g}} = \sqrt{\frac{2 \cdot 1.5}{9.81}} \approx 0.553\;\text{s} \]

und mit \(v = g \cdot t\):

\[ v \approx 9.81 \cdot 0.553 \approx 5.43\;\text{m/s} \;\approx\; 19.5\;\text{km/h} \]
🟠 A3Bremsweg eines Autos

Ein Auto fährt mit \(v_0 = 50\;\text{km/h}\) und bremst mit \(a = -5.0\;\text{m/s}^2\) bis zum Stillstand.

  1. Wandle \(v_0\) in m/s um.
  2. Wie lange dauert der Bremsvorgang?
  3. Welchen Bremsweg legt das Auto dabei zurück?
🟢 Lösung
  1. \(v_0 = 50\;\text{km/h} = \dfrac{50}{3.6}\;\text{m/s} \approx 13.9\;\text{m/s}\)
  2. Aus \(v = v_0 + a \cdot t = 0\) folgt \[ t = -\frac{v_0}{a} = -\frac{13.9}{-5.0} \approx 2.78\;\text{s} \]
  3. Bremsweg über die zeitlose Bewegungsgleichung: \[ s = -\frac{v_0^{\,2}}{2a} = -\frac{(13.9)^2}{2 \cdot (-5.0)} \approx 19.3\;\text{m} \]
🟠 A4Schiefer Wurf — Kugelstossen

Eine Kugel wird mit \(v_0 = 13\;\text{m/s}\) und einem Winkel von \(40^\circ\) abgestossen. Wie weit fliegt sie horizontal, bis sie wieder auf Abwurfhöhe zurückkehrt? (\(g = 9.81\;\text{m/s}^2\), Luftwiderstand vernachlässigen.)

🟢 Lösung

Ansatz: Bewegungsgleichungen des schiefen Wurfs. Die Kugel ist wieder auf Abwurfhöhe, wenn \(y(t_F) = 0\):

\[ y(t_F) = v_0 \sin\alpha \cdot t_F - \tfrac{1}{2} g \cdot t_F^{\,2} = 0 \] \[ t_F = \frac{2 \cdot v_0 \cdot \sin\alpha}{g} = \frac{2 \cdot 13 \cdot \sin 40°}{9.81} \approx 1.70\;\text{s} \]

In dieser Flugzeit legt sie horizontal (gleichförmig, \(v_x = v_0 \cos\alpha\)) zurück:

\[ s_x = v_0 \cos\alpha \cdot t_F = 13 \cdot \cos 40° \cdot 1.70 \approx 9.96 \cdot 1.70 \approx 17.0\;\text{m} \]

Probe mit Animation 4 (Winkel \(40^\circ\), \(v_0 = 13\;\text{m/s}\)): Wurfweite \(\approx 17\;\text{m}\) — passt.

🟠 A5Karussell — Zentripetalbeschleunigung

Ein Kettenkarussell mit Radius \(4.0\;\text{m}\) dreht sich einmal in \(6.0\;\text{s}\). Berechne Winkelgeschwindigkeit, Bahngeschwindigkeit und Zentripetalbeschleunigung. Wie verhält sich \(a_z\) zur Erdbeschleunigung \(g\)?

🟢 Lösung
\[ \omega = \frac{2\pi}{T} = \frac{2\pi}{6.0} \approx 1.047\;\text{rad/s} \] \[ v = \omega \cdot r = 1.047 \cdot 4.0 \approx 4.19\;\text{m/s} \] \[ a_z = \omega^2 \cdot r = (1.047)^2 \cdot 4.0 \approx 4.39\;\text{m/s}^2 \]

Das ist etwa \(0.45\;g\) — die Fahrgäste werden mit knapp der halben Erdbeschleunigung nach aussen gedrückt.

🟠 A6Boot quer über den Fluss

Ein Boot fährt mit Eigengeschwindigkeit \(3.0\;\text{m/s}\) genau quer (rechtwinklig) zur Strömung. Der Fluss strömt mit \(2.0\;\text{m/s}\). Der Fluss ist \(60\;\text{m}\) breit.

  1. Wie gross ist die resultierende Geschwindigkeit gegenüber dem Ufer?
  2. Wie lange dauert die Überquerung?
  3. Wie weit wird das Boot stromabwärts verdriftet?
🟢 Lösung
  1. Pythagoras für senkrecht stehende Vektoren: \[ |\vec{v}_{\text{Ufer}}| = \sqrt{3.0^{\,2} + 2.0^{\,2}} = \sqrt{13} \approx 3.61\;\text{m/s} \]
  2. Die Überquerung wird allein durch die Querkomponente bestimmt: \[ t = \frac{60\;\text{m}}{3.0\;\text{m/s}} = 20\;\text{s} \]
  3. Drift entlang der Strömung in dieser Zeit: \[ d = v_F \cdot t = 2.0 \cdot 20 = 40\;\text{m} \]

Zusammenfassung

BewegungsartGeschwindigkeitWegBeschleunigung
Geradlinig gleichförmig\(v = \text{const.}\)\(s = s_0 + v \cdot t\)\(a = 0\)
Gleichmässig beschleunigt\(v = v_0 + a \cdot t\)\(s = s_0 + v_0 t + \tfrac{1}{2} a t^{\,2}\)\(a = \text{const.}\)
Freier Fall\(v = g \cdot t\)\(h = \tfrac{1}{2} g t^{\,2}\)\(g \approx 9.81\;\text{m/s}^2\)
Gleichförmige Kreisbewegung\(v = \omega \cdot r\)\(s = v \cdot t\) entlang Bahn\(a_z = \tfrac{v^2}{r}\) zur Mitte

Kernpunkte

Geschwindigkeit ist eine vektorielle Grösse — sie hat Betrag UND Richtung. Bei der gleichförmigen Kreisbewegung ist der Betrag konstant, die Richtung ändert sich. Deshalb existiert dort eine Beschleunigung, obwohl die Bahngeschwindigkeit konstant ist.

Clips

Clips zu den Animationen — was jede Animation zeigt

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Transkripte — der gesprochene Text zum Mitlesen

Die Weg-Zeit-Gerade: Tempo als Steigung, Startort als Achsenabschnitt

  1. 0:00In der Animation fährt ein Körper mit konstanter Geschwindigkeit, dargestellt in zwei Diagrammen. Was lässt sich daraus ablesen?
  2. 0:09Stell fünfzehn Meter pro Sekunde ein, Startort null. Nach fünf Sekunden ist der Körper bei fünfundsiebzig Metern. In jeder Sekunde kommen fünfzehn Meter dazu: Die Steigung der Weg-Zeit-Geraden ist die Geschwindigkeit.
  3. 0:23Rechts ist die Geschwindigkeit eine waagrechte Linie. Die Fläche darunter ist ein Rechteck: fünfzehn Meter pro Sekunde mal fünf Sekunden, wieder fünfundsiebzig Meter.
  4. 0:34Mit zwanzig Metern Startort rutscht die Gerade nach oben, die Steigung bleibt. Nach vier Sekunden ist der Körper bei achtzig Metern, die Fläche zeigt aber nur sechzig: die Strecke ab dem Start.
  5. 0:44Mit minus zehn Metern pro Sekunde fällt die Gerade: Der Körper fährt zurück. Von fünfzig Metern aus steht er nach acht Sekunden bei minus dreissig Metern. Die Fläche liegt jetzt unter der Zeitachse und zählt negativ, minus achtzig Meter.
  6. 0:59Merke: Bei konstanter Geschwindigkeit ist die Weg-Zeit-Linie eine Gerade. Ihre Steigung ist die Geschwindigkeit. Der Startort verschiebt sie nur, das Vorzeichen zeigt die Richtung.

Konstante Beschleunigung: waagrecht, Gerade, Parabel

  1. 0:00Die Animation zeigt eine Bewegung mit konstanter Beschleunigung in drei Diagrammen. Wie hängen sie zusammen?
  2. 0:09Zwei Meter pro Sekundenquadrat, Start aus dem Stand. Die Beschleunigung ist waagrecht, die Geschwindigkeit eine Gerade mit der Steigung a. Der Weg wächst als Parabel, immer steiler.
  3. 0:20Jetzt mit vier Metern pro Sekunde Anfangsgeschwindigkeit, bis sechs Sekunden. Die violette Fläche, zwei mal sechs, ergibt zwölf Meter pro Sekunde Zuwachs. Mit den vier vom Start sind es sechzehn.
  4. 0:32Die grüne Fläche unter der Geschwindigkeit ist der Weg: ein Rechteck mit vierundzwanzig Metern und ein Dreieck mit sechsunddreissig. Zusammen sechzig Meter.
  5. 0:43Zum Bremsen wird die Beschleunigung negativ, Start mit zehn Metern pro Sekunde. Nach fünf Sekunden ist die Geschwindigkeit null, und die Parabel hat ihren Scheitel bei fünfundzwanzig Metern. Danach fährt der Körper zurück.
  6. 0:57Merke: Bei konstanter Beschleunigung ist die Geschwindigkeit eine Gerade und der Weg eine Parabel. Die Flächen darunter ergeben den Zuwachs der nächsten Grösse.

Fallender Apfel: Tempo linear, Fallweg quadratisch

  1. 0:00In der Animation fällt ein Apfel vom Baum, daneben eine Kugel mit fünf Kilogramm. Die Stoppuhr läuft mit, und blasse Bilder zeigen alle Viertelsekunden, wo der Apfel war. Was verraten sie?
  2. 0:12Halte nach einer Sekunde an: Der Apfel hat neun Komma acht Meter pro Sekunde. Nach zwei Sekunden sind es neunzehn Komma sechs. In jeder Sekunde kommen neun Komma acht eins Meter pro Sekunde dazu, das Tempo wächst linear. Die schwere Kugel ist genau gleich weit gefallen.
  3. 0:29Für diesen Schritt ist die Fallhöhe auf vierzig Meter gestellt, damit der Apfel nach zwei Sekunden noch fällt. Er hat dann neunzehn Komma sechs zwei Meter zurückgelegt, nach einer Sekunde waren es erst vier Komma neun eins. Doppelte Zeit, vierfacher Weg: Die blassen Bilder rücken immer weiter auseinander.
  4. 0:46Aus zwanzig Metern dauert der Fall zwei Komma null zwei Sekunden. Der Apfel trifft mit neunzehn Komma acht Metern pro Sekunde auf, das sind gut siebzig Kilometer pro Stunde. Die Kugel mit fünf Kilogramm landet im selben Moment.
  5. 1:00Merke: Im freien Fall wächst das Tempo in jeder Sekunde um neun Komma acht eins Meter pro Sekunde. Der Fallweg wächst mit dem Quadrat der Zeit. Und ohne Luftwiderstand gilt das für schwere und leichte Körper gleich.

Schiefer Wurf: warum 45° am weitesten trägt

  1. 0:00In der Animation wirfst du einen Ball schräg nach oben. Unter welchem Winkel fliegt er am weitesten?
  2. 0:09Nach zwei Sekunden ist der Ball achtundzwanzig Komma drei Meter weit. Die violette Marke auf der x-Achse wandert gleichmässig. Die grüne Marke steigt, wird langsamer und fällt: Senkrecht wirkt der freie Fall.
  3. 0:22Bei fünfundvierzig Grad fliegt der Ball am weitesten, vierzig Komma acht Meter. In der Formel steht der Sinus von zwei Alpha. Er ist bei neunzig Grad am grössten, nämlich eins. Gerechnet ist ohne Luftwiderstand.
  4. 0:35Halte sechzig Grad fest und stell dreissig ein. Beide landen bei fünfunddreissig Komma drei Metern, denn der Sinus von sechzig und von hundertzwanzig Grad ist gleich. Der steile Wurf steigt nur höher.
  5. 0:48Verdopple das Tempo von fünfzehn auf dreissig Meter pro Sekunde. Die Weite wächst von zweiundzwanzig Komma neun auf einundneunzig Komma sieben Meter: aufs Vierfache.
  6. 0:58Merke: Ohne Luftwiderstand fliegt ein Wurf bei fünfundvierzig Grad am weitesten. Partnerwinkel landen gleich weit, doppeltes Tempo fliegt viermal so weit.

Kreisbahn: wie Winkelgeschwindigkeit und Radius die Beschleunigung bestimmen

  1. 0:00In der Animation läuft ein Punkt mit konstantem Tempo im Kreis. Was verraten die beiden Pfeile?
  2. 0:09Radius drei Meter, omega drei Radiant pro Sekunde. Die Geschwindigkeit zeigt immer entlang der Bahn, die Zentripetalbeschleunigung immer zur Mitte. Das Tempo bleibt, nur die Richtung ändert sich.
  3. 0:21Halbiere omega auf eins Komma fünf. Die Geschwindigkeit halbiert sich, die Zentripetalbeschleunigung sinkt auf ein Viertel, denn omega steht im Quadrat. Ein Umlauf dauert doppelt so lang.
  4. 0:32Jetzt omega wieder drei, der Radius eins Komma fünf Meter. Das Tempo ist dasselbe wie eben, vier Komma fünf Meter pro Sekunde. Doch auf der engeren Bahn ist die Zentripetalbeschleunigung doppelt so gross.
  5. 0:46Merke: Die Geschwindigkeit zeigt entlang der Bahn, die Beschleunigung zur Mitte. Doppeltes omega ergibt die vierfache Zentripetalbeschleunigung, der halbe Radius bei gleichem Tempo die doppelte.

Schwimmer im Fluss: Querzeit, Versatz und Vorhalten

  1. 0:00Eine Schwimmerin quert einen vierzig Meter breiten Fluss. Sie hält genau quer und kommt trotzdem weiter unten an.
  2. 0:09Sie schwimmt mit zwei Metern pro Sekunde quer, der Fluss strömt mit einem. Gegenüber dem Ufer addieren sich beide als Vektoren: zwei Komma zwei vier Meter pro Sekunde, schräg stromabwärts.
  3. 0:21Über den Fluss kommt sie nur mit ihrer eigenen Geschwindigkeit: zwanzig Sekunden. So lange trägt sie der Fluss mit, zwanzig Meter weit.
  4. 0:30Verdopple die Strömung auf zwei Meter pro Sekunde. Die Querzeit bleibt zwanzig Sekunden, denn die Strömung zeigt nicht über den Fluss. Nur der Versatz verdoppelt sich auf vierzig Meter.
  5. 0:41Um genau gegenüber anzukommen, hält sie gegen die Strömung. Bei hundertzwanzig Grad hebt ihr Anteil stromaufwärts die Strömung auf. Sie trifft das Ziel, braucht aber länger: dreiundzwanzig Komma eins Sekunden.
  6. 0:54Merke: Eigengeschwindigkeit und Strömung addieren sich als Vektoren. Die Querzeit hängt nur vom Queranteil ab, den Versatz macht die Strömung. Wer genau gegenüber ankommen will, hält dagegen.

Schwerpunkt und Bahnkurve: warum ein Körper zu einem Punkt wird

  1. 0:00Ein geworfener Hammer wirbelt beim Fliegen wild durch die Luft. Ein einziger Punkt an ihm fliegt trotzdem eine saubere Parabel.
  2. 0:09Ein ausgedehnter Körper bewegt und dreht sich gleichzeitig. Jeder seiner Punkte legt einen anderen Weg zurück — beschreiben lässt sich das nicht mit einer einzigen Geschwindigkeit.
  3. 0:19Der Schwerpunkt ist der Punkt, der sich so verhält, als wäre die ganze Masse in ihm vereinigt. Bei einer reinen Verschiebung genügt es, ihn zu beschreiben.
  4. 0:28Die Linie, die der Schwerpunkt mit der Zeit im Raum zieht, heisst Bahnkurve. Sie kann gerade sein, kreisförmig oder beliebig gekrümmt.
  5. 0:36Das Modell trägt nur, solange sich der Körper nicht auch dreht. Sobald Rotation dazukommt, braucht es mehr — dafür gibt es die Statik mit dem Drehmoment.
  6. 0:46Merke: Die Kinematik rechnet mit dem Schwerpunkt, und seine Spur im Raum ist die Bahnkurve.

Mittlere und momentane Geschwindigkeit: zwei Antworten auf eine Frage

  1. 0:00Ein Zug fährt hundertzwanzig Kilometer in einer Stunde. Der Tacho im Wagen zeigt aber hundertsechzig. Wer hat recht?
  2. 0:09Die Durchschnittsgeschwindigkeit ist der zurückgelegte Weg geteilt durch die gebrauchte Zeit. Sie gehört immer zu einem ganzen Abschnitt.
  3. 0:17Die Momentangeschwindigkeit ist der Wert zu einem einzigen Zeitpunkt — das, was der Tacho gerade anzeigt.
  4. 0:25Beim Zug von Bern nach Zürich sind es hundertzwanzig Kilometer in einer Stunde: hundertzwanzig Kilometer je Stunde im Schnitt. Unterwegs steht er einmal still und fährt einmal hundertsechzig.
  5. 0:37Gerechnet wird in Meter je Sekunde. Von Kilometer je Stunde kommt man dorthin, indem man durch drei Komma sechs teilt.
  6. 0:45Merke: Der Durchschnitt gehört zu einem Abschnitt, der Augenblickswert zu einem Zeitpunkt. Gerechnet wird in Meter je Sekunde.

Gleichförmige Bewegung: gleiche Zeiten, gleiche Strecken

  1. 0:00Ein Auto fährt mit Tempomat über die Autobahn. In gleichen Zeiten legt es gleiche Strecken zurück.
  2. 0:09Gleichförmig heisst: Die Geschwindigkeit ändert sich nicht. Weder ihr Betrag noch ihre Richtung.
  3. 0:17Dann wächst der Weg linear mit der Zeit: Startort plus Geschwindigkeit mal Zeit.
  4. 0:25Zwanzig Meter je Sekunde, dreissig Sekunden lang: sechshundert Meter. Nach fünfundvierzig Sekunden sind es neunhundert.
  5. 0:33Der Startort verschiebt die Gerade nach oben oder unten, ändert aber ihre Steigung nicht. Wer bei Kilometer fünf losfährt, ist nicht schneller.
  6. 0:42Merke: Konstante Geschwindigkeit heisst gerade Weg-Zeit-Linie. Die Steigung ist die Geschwindigkeit.

Bewegungsdiagramme lesen: Steigung und Fläche

  1. 0:00Zwei Diagramme derselben Fahrt sehen völlig verschieden aus. Trotzdem steht in beiden dasselbe.
  2. 0:09Das eine trägt den Weg über der Zeit auf, das andere die Geschwindigkeit. Dieselbe Fahrt ergibt im ersten eine steigende Linie, im zweiten vielleicht eine waagrechte.
  3. 0:19Die Steigung sagt, wie schnell sich die aufgetragene Grösse ändert. Im Weg-Zeit-Diagramm ist sie die Geschwindigkeit, im Geschwindigkeit-Zeit-Diagramm die Beschleunigung.
  4. 0:29Die Fläche unter der Kurve sagt, wie viel zusammengekommen ist. Unter dem Geschwindigkeit-Zeit-Graph ist sie der zurückgelegte Weg.
  5. 0:37Damit lässt sich jedes Diagramm gegenlesen: Ein Knick im Geschwindigkeit-Zeit-Graph ist ein Sprung der Beschleunigung, und eine wachsende Fläche ist ein wachsender Weg.
  6. 0:46Merke: Steigung heisst Änderung, Fläche heisst Summe. Mit diesen zwei Sätzen liest man jedes Bewegungsdiagramm.

Beschleunigung: die Änderung der Geschwindigkeit je Sekunde

  1. 0:00Ein Sportwagen bei hundert Kilometern je Stunde und ein anfahrendes Auto an der Ampel: Welches der beiden wird gerade stärker beschleunigt?
  2. 0:09Die Beschleunigung ist die Änderung der Geschwindigkeit geteilt durch die dafür gebrauchte Zeit.
  3. 0:17Ihre Einheit ist Meter je Sekunde je Sekunde, kurz Meter je Sekundenquadrat. Sie sagt, um wie viel das Tempo in jeder Sekunde zunimmt.
  4. 0:26Von zehn auf dreissig Meter je Sekunde in vier Sekunden: zwanzig geteilt durch vier, also fünf Meter je Sekundenquadrat.
  5. 0:35Die Geschwindigkeit ist ein Vektor. Ändert sich nur ihre Richtung, ist das bereits eine Beschleunigung — auch wenn der Tacho stehen bleibt.
  6. 0:43Merke: Beschleunigung ist Änderung von Geschwindigkeit je Zeit — in Betrag oder Richtung.

Die drei Bewegungsgleichungen für konstante Beschleunigung

  1. 0:00Die Ampel wird grün, das Auto fährt an. Wie schnell ist es nach fünf Sekunden, und wie weit ist es dann gekommen? Bei konstanter Beschleunigung genügen dafür drei Gleichungen.
  2. 0:10Die Geschwindigkeit wächst gleichmässig: Anfangsgeschwindigkeit plus Beschleunigung mal Zeit.
  3. 0:18Der Weg ist die Fläche unter dieser Geraden — ein Rechteck plus ein Dreieck. Daraus wird der quadratische Term.
  4. 0:26Setzt man die erste in die zweite ein, fällt die Zeit heraus. Übrig bleibt die zeitlose Gleichung — die richtige, wenn nach dem Weg gefragt ist und keine Zeit gegeben.
  5. 0:36Aus dem Stand mit zwei Meter je Sekundenquadrat, fünf Sekunden lang: zehn Meter je Sekunde und fünfundzwanzig Meter.
  6. 0:45Merke: Die erste rechnet Geschwindigkeit aus der Zeit, die zweite den Weg aus der Zeit, die dritte kommt ganz ohne Zeit aus.

Bremsweg: warum doppeltes Tempo vierfach kostet

  1. 0:00Zwei Autos bremsen gleich stark, eines aus zweiundsiebzig, das andere aus hundertvierundvierzig Kilometern je Stunde. Das zweite braucht nicht doppelt so weit.
  2. 0:09Beim Bremsen ist keine Zeit gegeben, sondern eine Anfangsgeschwindigkeit und eine Verzögerung. Dafür ist die zeitlose Gleichung gemacht.
  3. 0:18Zwanzig Meter je Sekunde, also zweiundsiebzig Kilometer je Stunde, bei fünf Meter je Sekundenquadrat Verzögerung: vierzig Meter.
  4. 0:27Bei vierzig Meter je Sekunde stehen im Zähler nicht doppelt, sondern viermal so viel. Der Bremsweg wird hundertsechzig Meter lang.
  5. 0:35Vor dem Bremsen vergeht noch die Reaktionszeit von rund einer Sekunde. In dieser Sekunde fährt das Auto ungebremst weiter — bei zwanzig Meter je Sekunde sind das zwanzig Meter.
  6. 0:46Merke: Der Bremsweg wächst mit dem Quadrat der Geschwindigkeit. Der Reaktionsweg kommt vorne dazu.

Freier Fall: warum die Masse nichts ändert

  1. 0:00Ein Apfel und eine Kirsche fallen vom selben Ast. Welche der beiden ist zuerst unten?
  2. 0:09Der freie Fall ist nichts Neues: eine gleichmässig beschleunigte Bewegung, bei der die Beschleunigung die Erdbeschleunigung ist.
  3. 0:17Aus der Ruhe losgelassen bleiben von den Bewegungsgleichungen zwei einfache Formen übrig.
  4. 0:25Aus zwanzig Metern dauert der Fall zwei Komma null Sekunden, und der Aufprall erfolgt mit knapp zwanzig Meter je Sekunde — rund siebzig Kilometer je Stunde.
  5. 0:34In beiden Formeln kommt keine Masse vor. Darum fallen Apfel und Kirsche gleich schnell — im Vakuum sogar Hammer und Feder.
  6. 0:42Merke: Im freien Fall ist die Beschleunigung für alle Körper gleich. Die Fallzeit hängt nur an der Höhe.

Der schiefe Wurf: zwei Bewegungen übereinandergelegt

  1. 0:00Ein Ball wird schräg geworfen und fliegt eine Parabel. Dahinter stecken zwei ganz einfache Bewegungen, die gleichzeitig ablaufen.
  2. 0:09Waagrecht wirkt keine Kraft — dort bleibt die Geschwindigkeit konstant. Senkrecht wirkt die Schwerkraft, und dort läuft der freie Fall ab. Die beiden stören einander nicht.
  3. 0:19Die Abwurfgeschwindigkeit wird in ihre zwei Komponenten zerlegt. Waagrecht steht ein linearer Term, senkrecht der bekannte quadratische.
  4. 0:28Aus den beiden folgt die Wurfweite. Sie ist am grössten bei fünfundvierzig Grad, und Winkel, die sich zu neunzig Grad ergänzen, liefern dieselbe Weite.
  5. 0:37Zwanzig Meter je Sekunde unter fünfundvierzig Grad: vierzig Komma acht Meter weit, zehn Komma zwei Meter hoch, zwei Komma neun Sekunden lang in der Luft.
  6. 0:47Merke: Der schiefe Wurf ist waagrecht gleichförmig und senkrecht freier Fall. Beide Teilbewegungen laufen unabhängig voneinander ab.

Gleichförmige Kreisbewegung: konstantes Tempo, ständige Beschleunigung

  1. 0:00Ein Karussell dreht sich gleichmässig. Der Tacho zeigte konstantes Tempo — und trotzdem wird jeder Fahrgast ständig beschleunigt.
  2. 0:09Für einen Umlauf braucht der Körper die Umlaufzeit. Ihr Kehrwert ist die Rotationsfrequenz, und daraus folgt die Winkelgeschwindigkeit.
  3. 0:18Die Bahngeschwindigkeit ist Winkelgeschwindigkeit mal Radius. Weiter aussen ist man schneller, obwohl man gleich lange für einen Umlauf braucht.
  4. 0:26Weil sich die Richtung ständig ändert, gibt es eine Beschleunigung. Sie zeigt immer zum Mittelpunkt und heisst darum Zentripetalbeschleunigung.
  5. 0:35Zwei Meter Radius bei ein Komma fünf Radiant je Sekunde: drei Meter je Sekunde Bahngeschwindigkeit, vier Komma fünf Meter je Sekundenquadrat zur Mitte, vier Komma zwei Sekunden je Umlauf.
  6. 0:46Merke: Auf der Kreisbahn ist der Betrag der Geschwindigkeit konstant, ihre Richtung nicht. Die Beschleunigung zeigt zur Mitte.

Relativbewegung: Geschwindigkeiten addieren sich als Vektoren

  1. 0:00Ein Schwimmer stösst genau quer zum Ufer ab. Am anderen Ufer kommt er trotzdem zwanzig Meter weiter unten an.
  2. 0:09Eine Geschwindigkeit hat Betrag und Richtung. Darum lässt sie sich nicht einfach als Zahl addieren, sondern nur als Vektor.
  3. 0:17Die Geschwindigkeit gegenüber dem Ufer ist die Summe aus der Schwimmgeschwindigkeit gegenüber dem Wasser und der Strömung.
  4. 0:25Stösst der Schwimmer genau quer ab, stehen beide Vektoren senkrecht aufeinander. Der Betrag folgt aus Pythagoras — und die Drift bleibt.
  5. 0:34Wer geradeaus ankommen will, muss schräg gegen die Strömung anhalten. Bei einem Meter je Sekunde Strömung und zwei Metern Schwimmtempo sind das dreissig Grad gegen die Querrichtung.
  6. 0:45Merke: Geschwindigkeiten addieren sich als Vektoren. Wer quer stösst, wird abgetrieben — wer geradeaus will, muss vorhalten.

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